Polizei klärt auf  Gerücht von angeblichem Serienmörder im Landkreis Leer

Tobias Rümmele
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Von Tobias Rümmele
| 25.08.2022 14:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Polizei hat sich zu Gerüchten von einen angeblichen Serienmörder geäußert. Symbolfoto: Pixabay
Die Polizei hat sich zu Gerüchten von einen angeblichen Serienmörder geäußert. Symbolfoto: Pixabay
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Ein Hinweisgeber behauptet gegenüber der Presse, ein Serienmörder treibe in der Region sein Unwesen. Die Polizei stellt klar: Da ist nichts dran.

Landkreis Leer - Es ist ein erschreckendes Gerücht, das derzeit offenbar die Runde macht. In einer E-Mail erreichte es auch die Redaktion dieser Zeitung. „Ich habe aus Kreisen des Rettungsdienstes und des Bestatterwesens unabhängig voneinander erzählt bekommen, es gebe vermutlich einen Serienmörder im Kreis Leer“, schreibt ein anonymer Hinweisgeber darin und wird sogar noch konkreter. Mindestens drei gewaltsame Todesfälle habe es in den vergangenen Wochen gegeben. Einen in Moormerland, einen in Uplengen und einen in Hesel. Die Polizei ermittle deswegen auf Hochtouren, behauptet der Verfasser.

Was und warum

Darum geht es: Angeblich jagt die Polizei im Landkreis einen Serienmörder.

Vor allem interessant für: Menschen, die aufgrund der falschen Gerüchte um ihre Sicherheit fürchten.

Deshalb berichten wir: Ein anonymer Hinweisgeber hat sich mit den Behauptungen an die Redaktion gewandt.

Den Autor erreichen Sie unter: t.ruemmele@zgo.de

Auf Nachfrage, ob an all dem etwas dran ist, hat Polizeisprecherin Svenia Temmen eine klare Antwort: „Es gibt keinen Serienmörder.“ In den vergangenen Wochen habe es im Kreisgebiet lediglich das Tötungsdelikt in Moormerland gegeben. Eine 38 Jahre alte Frau war am frühen Morgen des 4. August durch eine Gewalttat ums Leben gekommen. Als Tatverdächtigen hat die Polizei einen 43-jährigen Mann aus Wilhelmshaven festgenommen. Er befindet sich nach Angaben von Temmen seither in medizinischer Behandlung und gilt für die Ermittler weiterhin als tatverdächtig. Laut gemeinsamer Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft standen Opfer und Tatverdächtiger in einer persönlichen Beziehung zueinander. Die Ermittlungen der Polizei zu dem Fall laufen weiter, so Temmen.

Wie das Gerücht in die Welt kam

Trotzdem kann die Polizeisprecherin zumindest Hinweise darauf geben, wie das Gerücht vom angeblichen Serienmörder in die Welt gekommen sein könnte. Denn tatsächlich habe es zuletzt in Leer und Uplengen zwei Todesfälle gegeben, bei denen ein Fremdverschulden anfangs nicht ausgeschlossen wurde. „Die Fälle wurden aber ganz ausermittelt“, betont Temmen. Das Ergebnis: Es handelte sich um Suizide. Über Selbsttötungen informieren Polizei und Presse die Öffentlichkeit nur in besonderen Ausnahmefällen.

Auch in Hesel, wo es laut dem anonymen Hinweisgeber einen Mord gegeben haben soll, kam es laut Temmen vor einiger Zeit zu einem Gewaltdelikt. Dabei sei aber niemand getötet worden. Einen Zusammenhang zwischen all diesen unterschiedlichen Vorgängen gebe es nicht, stellt die Polizeisprecherin klar.

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