Rückendeckung aus Rhauderfehn Weiterhin kein Geld der Stadt Leer für die Tafel
Leers Bürgermeister will die Tafel gerne unterstützen, aber nicht mit städtischem Geld. Das bereitet einigen Politikern Kopfzerbrechen. Aus einer Nachbargemeinde gibt es Unterstützung für diesen Kurs.
Leer - Die steigenden Energie-, Benzin- und Lebensmittelpreise bringen viele Menschen in existenzielle Nöte, die bisher mit ihrem Geld noch – wenn auch knapp – hingekommen sind. Ein Teil dieser Menschen steht jetzt auf der Kundenliste der Tafeln. Die Tafeln sammeln in Supermärkten Waren ein, die dort nicht mehr verkauft werden können, aber noch genießbar sind, und verkaufen sie für einen minimalen Preis weiter.
Auch die Einrichtung in Leer ist konfrontiert mit einer steigenden Zahl an Bedürftigen, steigenden Kosten und einem knapper werdenden Warenangebot und hatte einen Hilferuf unter anderem an die Stadt geschickt. Eine finanzielle Förderung sei nicht möglich, hatte Bürgermeister Claus-Peter Horst (parteilos) mitgeteilt. Die selber finanziell klamme Stadt könne nicht das deutsche Sozialsystem mitfinanzieren, begründete er. Er werde aber versuchen, andere Ansprechpartner zu Spenden zu bewegen.
Gemeinde Rhauderfehn macht es genauso
Die Leeraner Kommunalpolitiker treibt dieses Thema ebenfalls um. Die CDU bittet darum, dass die Stadt gemeinsam mit dem Landkreis als Kommunalaufsicht überlegt, ob nicht doch eine Förderung möglich sei. Und von den Grünen meldet Fraktionsvorsitzender Bruno Schachner noch Gesprächsbedarf an.
Ausdrückliche Rückendeckung bekommt Bürgermeister Horst für sein Vorgehen aus Rhauderfehn. Bürgermeister Geert Müller schreibt an die Redaktion, dass es in der Gemeinde zwar keinen offiziellen Beschluss zu einer möglichen Förderung der dortigen Tafel gebe. Der Verwaltungsausschuss schätze die Situation aber genauso wie der Leeraner Bürgermeister. „Als Unterstützung ist es in Rhauderfehn bisher gelungen, aus der Mitte des Rates über 1.700 Euro an privaten Spendengeldern für die Tafel einzuwerben“, so Geert Müller.
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