Städtebauförderung  Papenburg erhält drei Millionen Euro für Zentren

Kristina Roispich
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Von Kristina Roispich
| 28.08.2022 13:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Allein für die Papenburger Stadtmitte gibt es mehr als 1,3 Millionen Euro. Foto: Archiv/Rumpker
Allein für die Papenburger Stadtmitte gibt es mehr als 1,3 Millionen Euro. Foto: Archiv/Rumpker
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Das Land und der Bund fördern seit mehr als 50 Jahren Kommunen mit viel Geld. In Papenburg gibt es bereits Pläne, wofür die Fördermittel eingesetzt werden sollen.

Papenburg - Damit Kommunen auch in schwierigen Zeiten in ihre Innenstädte und Ortskerne investieren und so die Lebensqualität als auch die Attraktivität verbessern können, fördert das Land Niedersachsen gemeinsam mit dem Bund seit über 50 Jahren Städte und Gemeinden. Nun werden im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Lebendige Zentren“ erneut 121,65 Millionen Euro für die Kommunen bereitgestellt. Auch die Stadt Papenburg erhält einen Teil davon, darauf hat der CDU-Landtagsabgeordnete Bernd Busemann hingewiesen. Dass nun rund drei Millionen Euro allein in die Fehnstadt fließen, darüber freut er sich besonders. Konkret werden 1,334 Millionen Euro für die Papenburger Stadtmitte und 700.000 Euro für das Aschendorfer Ortszentrum bereitgestellt. Eine weitere Million ist für das Netzwerk Papenburg/Lehe/ Rhede vorgesehen. Der Rest des Emslandes wurde hingegen kaum bedacht. Lediglich Haren hat für seinen Stadtkern mit 33 000 Euro ein Stück vom Kuchen abbekommen.

Insgesamt werden über das Förderprogramm 121,65 Millionen Euro ausgeschüttet. „Mit dem Förderprogramm können Städte und Gemeinden die Stadt- und Ortsentwicklung fördern – und damit lebendige und lebenswerte Ortskerne gestalten. Das kommt auch innerorts gelegenen Geschäften zugute, die durch die Pandemie und zuletzt wegen der steigenden Preise, auch im Bausektor, belastet werden“, so Niedersachsens Bauminister Olaf Lies (SPD). Mit den Fördermitteln haben die Städte und Gemeinden die Möglichkeit, sich an aktuelle Herausforderungen in der Stadtentwicklung anzupassen, wie es vom Ministerium heißt. Ziel der Städtebauförderung sei es demnach nicht nur, lebendige Zentren zu schaffen und zu stärken, sondern darüber hinaus auch dringend nötigen Wohnraum zu stellen, soziale Gemeinbedarfseinrichtungen zu fördern und Maßnahmen zum Umgang mit dem Klimawandel zu entwickeln.

Das hat die Stadt mit dem Geld vor

  • Papenburger Stadtmitte: Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte, zählen zu den geplanten Maßnahmen die Umgestaltung des Umfelds am Ems-Center sowie die Planungen zur Umgestaltung des Marktplatzes und des Rathausumfelds. Auch Gebäude im Privatbesitz gehören zum Stadtbild und sollen laut Stadtverwaltung „im Idealfall in die Sanierung eingebunden werden“. Daher stehe von den Fördermitteln bei Bedarf ein Anteil zur Verfügung um Eigentümer im Sanierungsgebiet bei der Modernisierung und Instandsetzung ihrer Gebäude zu unterstützen. Sowohl in Papenburg als auch in Aschendorf können Interessierte sich dazu im Sanierungsbüro sowie bei der Stadt Papenburg beraten lassen. „Mit diesen ersten Maßnahmen wird der städtebauliche Startschuss zur Sanierung der Stadtmitte gesetzt“, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung.
  • Zentrum von Aschendorf: Die Mittel des Landes sollen zur Umgestaltung der Großen Straße und des Marktplatzes eingesetzt werden. Zusammen mit bereits bewilligten Mitteln aus den Vorjahren und noch zu beantragenden Mitteln in den Folgejahren, soll hier nach Angaben der Stadt Papenburg eine voraussichtliche Gesamtinvestition in Höhe von etwa 3,3 Millionen Euro eingebracht werden. Die Stadtverwaltung hofft unter anderem darauf, dass sich so eine Belebung des Einzelhandels in Aschendorf einstellt. Zudem solle die Ortsmitte kinderfreundlicher und barrierefreier werden.
  • Netzwerk Papenburg/Lehe/Rhede: Das Netzwerk ist seit 2016 in der Städtebauförderung unterwegs. Mit dem Betrag von einer Million Euro für das Jahr 2022 können laut Auskunft der Stadtverwaltung jetzt weitere Maßnahmen, wie das Gulfhuus in Aschendorf, die Anpassung der Außenanlage beim Gemeindehaus in Borsum, die Schaffung eines Gemeinschaftsraumes in Brual „Dorftreff“ und der Bau einer Multifunktionshalle in Lehe, folgen.
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