Hannover  Debatte um Heizpilze: Auf Vernunft statt auf Verbote setzen

Lars Laue
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Von Lars Laue
| 27.08.2022 01:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Heizpilze stehen nicht erst seit der Energiekrise in der Kritik. Ein landesweites Verbot braucht es aber nicht. Foto: Oliver Berg/dpa
Heizpilze stehen nicht erst seit der Energiekrise in der Kritik. Ein landesweites Verbot braucht es aber nicht. Foto: Oliver Berg/dpa
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Es werden erste Stimmen laut, die Heizpilze verbieten lassen wollen. Dabei braucht es gar keine weitere Bevormundung.

Noch ist es warm und draußen auch abends gut auszuhalten. Doch das kann und wird sich mit dem nahenden Herbst bald ändern. Dann kehrt nicht nur die Kälte zurück, sondern werden wir voraussichtlich auch ein weiteres Corona-Comeback erleben.

Gut also, wenn die Außengastronomie so lange wie möglich weitergenutzt werden kann. Doch ist angesichts der Klima- und Energiekrise der Einsatz von Heizpilzen vertretbar, um es sich draußen muckelig zu machen?

Die Frage ist nicht ganz so leicht zu beantworten. Einerseits stehen die Energieschleudern nicht erst seit dem Ukraine-Krieg in der Kritik, weil sie in hohem Maße ineffizient sind und ihre Wärme unter freiem Himmel geradezu verpufft. Andererseits ist in Coronazeiten eine Faustformel nach wie vor unbestritten: Lieber draußen als drinnen, um Ansteckungen zu vermeiden.

Was es jedenfalls nicht braucht, ist ein landesweites Verbot der energieintensiven Heizstrahler. Die Gastronomen haben über Gebühr unter den Einschränkungen gelitten, die die Pandemie mit sich gebracht hat. Sie werden sich den Einsatz von Heizpilzen angesichts der explodierenden Energiepreise ohnehin sehr gut überlegen und ihren Gästen lieber die ein oder andere Decke mehr zur Verfügung stellen.

Gleiches gilt übrigens für den privaten Bereich, wo sich ein Verbot ohnehin nur schwerlich kontrollieren ließe. Oder steht demnächst etwa die Heizpilz-Polizei auf der heimischen Terrasse?

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