Tötung mit Machete in Leer Fotos zeigen die Brutalität der Tat
Der Prozess gegen einen 55-Jährigen aus Leer, der seinen Mitbewohner bestialisch ermordet haben soll, hat begonnen. Der Angeklagte hat angekündigt, sich zu äußern.
Leer/Aurich - Schlank, mittelgroß, nicht besonders muskulös, Jeans, weißes Hemd, Brille mit schmalem Rand – würde man dem 55-jährigen Angeklagten auf der Straße begegnen, fiele er nicht weiter auf. Am Dienstag wird er aber in Handschellen in den Saal 3 des Auricher Landgerichts vor die Erste Große Strafkammer unter Vorsitz von Richter Björn Raap geführt. Er soll im März seinen Mitbewohner mit zahlreichen Hieben und Stichen mit einer Machete getötet haben. Beim Eintreten verdeckt er sein Gesicht nicht vor den Fotografen.
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Die Staatsanwältin trägt die Anklageschrift vor: Mit einem südamerikanischen Buschmesser von beinahe einem halben Meter Länge soll der Mann auf sein Opfer diverse Male eingeschlagen und gestochen haben: auf Kopf, Hals und vor allem auf den Oberkörper, auch noch als es am Boden lag. Der Mann sei innerlich und äußerlich verblutet.
„Für Zartbesaitete nicht ganz ohne“
Bilder vom Tatort und vom Opfer werden auf einem großen Bildschirm gezeigt. „Für Zartbesaitete nicht ganz ohne“, kündigt Richter Raap an. Er hat recht.
Der Angeklagte hat angekündigt, aussagen zu wollen. Noch ist er nicht zu Wort gekommen. Am Dienstagnachmittag wird ein Gutachter erwartet. Der soll die Einlassungen aus erster Hand mitbekommen.