Neuanfang bei der SPD  Norder Sozialdemokraten fusionieren

| | 09.09.2022 10:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Sie bilden den Vorstand des neuen SPD Ortsvereins Norden: Günther Ulferts (von rechts, stellvertretender Schriftführer), Dorothea van Gerpen (stellvertretende Vorsitzende), die neue Doppelspitze Gerd Zitting und Dr. Kerstin Weinbach, Wolfgang Hinrich (stellvertretender Vorsitzender) und Kassierer Peter Janssen. Komplettiert wird der Vorstand durch Schriftführerin Inka Gerdes, die in Abwesenheit gewählt wurde, und elf Beisitzer. Foto: Janssen
Sie bilden den Vorstand des neuen SPD Ortsvereins Norden: Günther Ulferts (von rechts, stellvertretender Schriftführer), Dorothea van Gerpen (stellvertretende Vorsitzende), die neue Doppelspitze Gerd Zitting und Dr. Kerstin Weinbach, Wolfgang Hinrich (stellvertretender Vorsitzender) und Kassierer Peter Janssen. Komplettiert wird der Vorstand durch Schriftführerin Inka Gerdes, die in Abwesenheit gewählt wurde, und elf Beisitzer. Foto: Janssen
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Die vier SPD-Ortsvereine von Norden haben sich zu einem einzigen neuen zusammengeschlossen. Außerdem gehört ab jetzt noch eine Insel mit dazu.

Norden/HEI - Es war für die Anwesenden kein leichter Schritt, den sie am Montag im Vereinsheim des SV Süderneuland vollzogen. Die Mitglieder der vier sozialdemokratischen Ortsvereine in der Stadt beschlossen mit der Gründung eines neuen SPD-Ortsvereins Norden formell das eigene Aus. Aus den vier Ortsvereinen Süderneuland, Westermarsch/Leybucht, Norddeich und Norden wurde ein neuer und schlagkräftigerer Ortsverein gegründet – so die Hoffnung, die sich mit der Neuabgrenzung verbindet.

Auch wenn es ein schmerzhafter Schritt sei. Er sei notwendig, so Dorothea van Gerpen. „Deshalb hat der Stadtverband im vergangenen Jahr um die Verschmelzung gebeten.“ Gerpen, selbst langjährige Vorsitzende der SPD in Norddeich, weiß, wovon sie redet: „Die Mitglieder werden immer älter, jüngere Genossinnen und Genossen kommen nicht nach. Es ist immer schwerer geworden, Personen für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. Wir haben mehr Touristen als Einwohner im Ortsteil.“ In den anderen Ortsvereinen sehe es nicht anders aus. Die Arbeit verteile sich auf wenige Schultern. Deshalb hatten sich die Ortsvereine im Juni dazu durchgerungen, den Antrag auf Neuabgrenzung an den Unterbezirk zu stellen.

Juist gehört auch mit dazu

Der Mitgliederversammlung am Montag war ein intensiver Diskussions- und Abstimmungsprozess vorausgegangen. „Wir haben viele Gespräche und Abstimmungsgespräche geführt und Versammlungen gehabt“, erläuterte Sascha Pickel, der als Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks die Versammlung leitete. „Das Ergebnis präsentieren wir heute hier mit der neuen Satzung.“ Pickel schickte voraus, dass der Ortsverein bei der Gestaltung der Satzung nicht völlig freie Hand hatte. Vieles sei bereits durch das Parteiengesetz und das Organisationsstatut der Partei, der „Bibel der SPD“, geregelt. Auf drei neue Punkte wies er besonders hin. Der Ortsverein umfasst künftig nicht allein die Stadt Norden, sondern nun auch die Inselgemeinde Juist, wo die SPD mit den gleichen Problemen kämpfte, wie in den Norder Ortsteilen.

Zudem lässt die Satzung Raum für die Bildung von Stadtbezirken oder Distrikten als Gliederungen auf örtlicher Ebene. Dafür ist ein Antrag an den Unterbezirk nötig. Die neue Satzung ermöglicht es der Mitgliederversammlung zudem, eine Doppelspitze zu bilden, wovon sie am Montag gleich Gebrauch machte.

Der nach der Fusion 320 Mitglieder starke Ortsverein wird von Dr. Kerstin Weinbach und Gerd Zitting geführt. Mit Dorothea van Gerpen und Wolfgang Hinrichs stehen ihnen zwei Stellvertreter zur Seite. Für den Namen hatten sich die SPD-Mitglieder entschieden, weil der Ortsverein Norden mit rund 200  Mitgliedern der größte in ganz Ostfriesland und zudem mit 120 Jahren die älteste sozialdemokratische Parteigliederung in der Stadt ist.

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