Leer bindet Bürger ein  Workshops zur Entwicklung der Innenstadt beginnen im November

Katja Mielcarek
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Von Katja Mielcarek
| 15.09.2022 15:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wie geht es für Neuankömmlinge weiter, wenn sie am Bahnhof ankommen? Das ist nur eines der Themen, die bei den Workshops zur Sprache kommen könnten. Foto: Wolters/Archiv
Wie geht es für Neuankömmlinge weiter, wenn sie am Bahnhof ankommen? Das ist nur eines der Themen, die bei den Workshops zur Sprache kommen könnten. Foto: Wolters/Archiv
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Wie soll sich die Leeraner Innenstadt weiterentwickeln? Das sollen die Leeraner mitentscheiden. Sie können ihre Ideen und Wünsche bei vier Workshops einbringen.

Leer - Die Leeraner Innenstadt besticht unter anderem durch den Hafen, die im Vergleich mit anderen ähnlich großen Städten sehr attraktive Fußgängerzone und die pittoreske Altstadt. Aber an einigen Stellen nagt erkennbar der Zahn der Zeit. Außerdem verändern sich die Ansprüche an eine Innenstadt, zum Beispiel wenn es um den Verkehr, den Klimaschutz oder die Aufenthaltsqualität geht. Auch für die Leeraner Innenstadt stehen also Veränderungen an, soll sie auch in Zukunft lebendig, attraktiv und zeitgemäß sein.

Was und warum

Darum geht es: Bürger können sich im November an Workshops beteiligen, die Ideen für die Innenstadt entwickeln.

Vor allem interessant für: alle, die Verbesserungspotenzial für die Leeraner Innenstadt sehen

Deshalb berichten wir: Die Stadt hat die Termine für die Workshops veröffentlicht.

Die Autorin erreichen Sie unter: k.mielcarek@zgo.de

Wie diese Veränderungen aussehen könnten, sollen Politik und Stadtverwaltung nicht im Alleingang entscheiden. „Die wahren Experten sind die Menschen, die vor Ort arbeiten und wohnen“, hatte Bürgermeister Claus-Peter Horst (parteilos) vor einigen Wochen gesagt, als vier Workshops vorgestellt wurden, in denen die Bürger ihre Ideen und Anregungen für ihre Innenstadt einbringen können. Vorbild für die Aktion ist die Planungswerkstatt Innenstadt, an der sich rund 170 Bürger beteiligt hatten. Sie hatte vor gut zehn Jahren verschiedene Ideen formuliert, von denen einige nach und nach umgesetzt wurden.

Vier Workshops an vier Tagen

Jetzt stehen die Termine fest: Von Mittwoch, 9. November, bis Sonnabend, 12. November, findet im Festsaal des Historischen Rathauses täglich einer statt. So können sich Interessenten an mehr als einem beteiligen. Am 9. November ab 18 Uhr wird es um die Möglichkeiten gehen, die die Digitalisierung der Innenstadt bringt: eine eigene App für die Stadt, Infos für Touristen, Präsentationen von Gastronomie und Handel, Service-Angebote und vieles mehr könnten hier zur Sprache kommen.

Am Tag darauf, ebenfalls ab 18 Uhr, geht es um die Altstadt, ihre Anbindung an den Rest der Innenstadt, den Verkehr dort, die Aufenthaltsqualität, Stolperfallen und anderes. Am Freitag soll es zwischen 14 und 18 Uhr um den Ernst-Reuter-Platz gehen. Sollen dort weiterhin Autos stehen? Was wird aus dem Spielplatz dort? Wie kann die Nähe zum Wasser besser genutzt werden? Den Abschluss macht der Termin am Samstag von 10 bis 14 Uhr. Dann geht es um die Wege und Verbindungen innerhalb der Innenstadt. Wie finden sich Auswärtige zurecht? Wie Menschen mit einer Behinderung? Auf welche Elemente sollte besonders hingewiesen werden? Wie? Wo gibt es unnötige Hindernisse? Und wo böten sich neue Sichtachsen an? Und wo sollten Orte zum Verweilen geschaffen werden?

Hoffnung auf rege Beteiligung

Wer sich an einem oder mehreren Workshops beteiligen möchte, soll sich bis zum 31. Oktober per Mail über elke.hinrichs@leer.de anmelden. Bürgermeister Horst hofft auf eine rege Teilnahme. Sein Appell: „Machen Sie mit! Gestalten Sie das Gesicht Ihrer Stadt! Erarbeiten Sie mit uns zusammen innovative Projektideen zur Attraktivitätssteigerung und Frequenzerhöhung in der Alt- und Innenstadt!“

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Möglich gemacht hatte die Workshops Geld, das die Stadt aus dem EU-Fördertopf Perspektive Innenstadt bekommt. Das Programm soll Kommunen helfen, die Folgen der Pandemie für ihre Zentren abzufedern. Leer bekommt knapp 900.000 Euro. Der Großteil des Geldes fließt in die Aufwertung der Ledastraße, die von einer Durchgangsstraße zu einer Fläche werden soll, auf der Veranstaltungen stattfinden können und die zum Verweilen einlädt.

Auch kleinere Projekte in der Brunnenstraße werden aus dem Fördertopf finanziert. Ein Teil des Geldes wird aber auch für die Workshops genutzt. Ein Vorgehen, für das die Stadt ausdrücklich gelobt worden sei, berichtet Bürgermeister Horst. Den Verantwortlichen habe gefallen, dass nicht nur kurzfristige Projekte entstünden, sondern der Blick in die Zukunft gerichtet wurde.