Köln  Strafanzeigen gegen Kardinal Woelki – wegen fragwürdiger Aussagen

Katharina Preuth
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Von Katharina Preuth
| 23.09.2022 13:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Rainer Maria Kardinal Woelki hat juristischen Ärger. Foto: dpa/Federico Gambarini
Rainer Maria Kardinal Woelki hat juristischen Ärger. Foto: dpa/Federico Gambarini
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Gegen Kardinal Rainer Maria Woelki sind zwei Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft Köln eingegangen. Der Vorwurf: falsche Versicherung an Eides statt.

Wie die „Welt“ berichtet, soll Kardinal Woelki fragwürdige Aussagen zum Fall des Pfarrers D. gemacht haben. Das Erzbistum Köln weist die Vorwürfe zurück.

Der frühere stellvertretenden Stadtdechanten Pfarrer D. soll vom Bistum ermahnt worden sein, weil er 2001 gemeinsam mit einer 16 Jahre alten Prostituierten masturbiert haben soll. Weitere Vorwürfe gegen den Pfarrer in Verbindung mit zum Teil mutmaßlich sexuell motivierte Handlungen vor Minderjährigen, wie das Anschauen von Pornos, sollen vor 2001 dem Erzbistum mitgeteilt worden sein.

Im Jahr 2017 wurde der Pfarrer von Woelki zum stellvertretenden Stadtdechanten befördert. Inwiefern Woelki über die Vorgeschichte des Pfarrers informiert war, ist unklar. Der Kardinal hat jedoch 2021 eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, dass er lediglich Gerüchte über den Pfarrer gehört habe, aber außer dem Vorfall von 2001 nichts Konkretes wisse.

Am 4. September 2015 sei der Pfarrer allerdings vom Interventionsbeauftragten des Erzbistums, laut einer Recherche der ARD, bereits zu einer Anhörung eingeladen worden. „Im Sinne der ‚Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger´…‘“. In diesem Schreiben wird deutlich, dass zur Anhörung „auf Anweisung unseres Erzbischofs, Kardinal Woelki“ geladen werde, berichtet die ARD.

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