Bezirksligist besiegt SV Holtland 4:1  Großefehns Sieg freut auch den Trainer im Türkei-Urlaub

Sören Siemens
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Von Sören Siemens
| 25.09.2022 10:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der SV Großefehn bejubelte Samstag einen Heimsieg gegen Holtland. Archivfoto: Doden/Emden
Der SV Großefehn bejubelte Samstag einen Heimsieg gegen Holtland. Archivfoto: Doden/Emden
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Für Bi-Le Tran führte Co-Trainer Stefan Hinrichs Regie. Der erlebte einen guten Auftritt seiner Mannschaft, die sich am Ende der Partie belohnte.

Großefehn - Bis zum Sommer war Stefan Hinrichs mit Leib und Seele Fußballer. Und das bis auf ein anderthalbjähriges Gastspiel in Weene immer beim Fußball-Bezirksligisten SV Großefehn. Andauernde Rückenprobleme sorgten mit 32 Jahren für das Ende der Spielerzeit und den Beginn der Co-Trainer-Tätigkeit. Als solcher schlüpfte Hinrichs nun gar in die Chefrolle und krönte spannende Tage am Samstag mit einem 4:1-Heimsieg gegen den SV Holtland.

Stefan Hinrichs vertrat am Samstag Bi Le Tran als Trainer. Archivfoto: Steenhoff
Stefan Hinrichs vertrat am Samstag Bi Le Tran als Trainer. Archivfoto: Steenhoff

„Ein bisschen aufgeregt war ich schon. Es ist doch etwas anderes, die Verantwortung zu tragen“, sagte Hinrichs, der sich nach vier Toren und drei Punkten bei dem Team bedankte. „Die Mannschaft hat das super gemacht und am Ende auch in der Höhe verdient gewonnen, wie ich finde.“

Aufregende Woche für Hinrichs

Da Trainer Bi-Le Tran im Türkei-Urlaub weilte, führte Hinrichs diese Woche Regie. Dienstag und Donnerstag Training, Mittwoch Live-Stream-Beobachtung des SV Holtland beim 2:1-Sieg in Wiesmoor und zwischendurch einige Telefonate – auch nach Antalya zur Abstimmung mit Trainer Bi-Le Tran.

Der verletzte Kapitän Jannik Swieter schlüpfte in seine Rolle als Co-Trainer. Beide zusammen erlebten von Beginn an einen engagierten Auftritt der Gastgeber, die in der ersten Halbzeit zwar mehr Ballbesitz besaßen. Doch ein großes Chancenplus gab es nicht. „Wenn Holtland mal nach vorne kam, waren sie auch gefährlich“, so Hinrichs.

Holtland ging etwas die Kraft aus

Nach torloser erster Halbzeit brachte Ralf Aden den Ball nach toller Kombination vor das SVH-Tor und Lennard Martens schoss zum 1:0 ein (49.). Die Freude währte aber nicht lange. Kurz darauf köpfte Lars Diemel zum 1:1 ein (56.). „Nach dem Tor mussten wir uns kurz schütteln“, gab Hinrichs zu. Shawn King, der in der ersten Halbzeit auch schon den Pfosten traf, besorgte dann das Fehntjer 2:1 (67.). Danach machten sich die unterschiedlichen Spielrhythmen bemerkbar. Für Holtland war es das dritte Spiel in einer Woche, für Großefehn das erste. „Wir hatten auch darauf gesetzt, deshalb lange die Ruhe zu bewahren.“

Der Plan ging auf. In der Schlussphase wurde die Dominanz der Gastgeber immer größer. Die Folge: Das 3:1 durch das zweite Martens-Tor und noch das 4:1 durch Tobias Hillers. „Es war wichtig, dass wir gewonnen haben, um dran zu bleiben“, meinte Stefan Hinrichs, der nach dem Spiel erstmal zu seinem Auto marschierte, um die vom Team eingeforderte „Premieren-Kiste“ als Cheftrainer auszugeben. Dass daraus sogar ein Siegerbier wurde, freute alle Großefehner. Und natürlich auch den eigentlichen Trainer im Türkei-Urlaub.

Tore: 1:0 Martens (49.), 1:1 Diemel (55.), 2:1 King (66.), 3:1 Martens (81.), 4:1 Hillers (84.).

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