Bezirksliga-Spiele am Sonntag  Fünf Tore in neun Minuten - Esens ist nach 8:0-Sieg Erster

Maren Stritzke, Matthias Herzog und Sören Siemens
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Von Maren Stritzke, Matthias Herzog und Sören Siemens
| 25.09.2022 18:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Erzielte zwei von vier Esenser Joker-Toren: Torben Freudenberg. Foto: Steenhoff
Erzielte zwei von vier Esenser Joker-Toren: Torben Freudenberg. Foto: Steenhoff
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Bis zur 51. Minute hielt Suurhusen ein 0:0. Dann halfen auch zwei Esenser Joker beim Kantersieg. In Bunde, Hage und Jheringsfehn gab es späte und teils ärgerliche Ausgleichstreffer.

Ostfriesland - Mit einem 8:0-Sieg gegen Suurhusen hat der TuS Esens in der Fußball-Bezirksliga den TuS Middels wegen der besseren Tordifferenz von Platz eins verdrängt. Zur Pause war der benötigte Erfolg mit vier Treffern Differenz noch weit entfernt – da stand es noch 0:0.

TuS Esens - C. Suurhusen 8:0 (0:0)

Die erste Halbzeit war für den neuen Spitzenreiter laut Trainer Ralf Backhaus eine sehr zähe Angelegenheit. Immer wieder schlichen sich kleine Fehler ein, so dass Suurhusen das Remis halten konnte. In der Anfangsphase hatten die Gastgeber sogar Glück, dass ein Fernschuss von Concordia nur ans Lattenkreuz klatschte. Zur zweiten Halbzeit brachte Esens mit dem wiedergenesenen Manuel Meints und Torben Freudenberg zwei neue Spieler. „Das passte perfekt“, freute sich Backhaus über den Schachzug. Niklas Pinkernell (51.) eröffnete den Torreigen, innerhalb von acht Minuten sollten noch vier weitere Esenser Treffer folgen, Schlusslicht Suurhusen war völlig überfordert. „Aus den letzten vier Heimspielen haben wir vier Siege mit 17:0-Toren eingefahren, das ist doch eine super Bilanz“, freute sich Backhaus über den Kantersieg.

Tore: 1:0 N. Pinkernell (51.), 2:0 N. Pinkernell (52.), 3:0 Freudenberg (56.), 4:0 Meints (57.), 5:0 Keiser (59.), 6:0 Freudenberg (69.), 7:0 Meints (72.), 8:0 Sukowski (76.).

SV Hage - Germania Leer 2:2 (2:0)

Hage erwischte durch ein Kopfballtor von Jann Buck nach drei Minuten einen Traumstart. Danach hatte Leer die Spielkontrolle. „Das sah sehr gut aus bei den Gästen, aber im letzten Drittel kamen sie zunächst nicht durch“, sagte SV-Trainer Mario Look. Gefährlicher wurde da der Gastgeber. Nach einem Befreiungsschlag traf Buck zum 2:0 kurz vor der Pause. Nach dem Wechsel erhöhte Leer den Druck, traf zum verdienten Anschluss. Auch wenn Hage körperlich nachließ, besaßen Leon Heppner und Buck Großchancen zum 3:1. Weil das nicht fiel belohnte sich Germania spät, aber hochverdient noch mit dem 2:2. Nick Kaßmann traf in der Nachspielzeit. „Für uns ist der Zeitpunkt ärgerlich. Leer hat sich den Punkt aber verdient“, so Mario Look.

Tore: 1:0, 2:0 Buck (3./ 43.), 2:1 Ayodele (56.), 2:2 Kaßmann (92.).

TV Bunde - SV Wallinghausen 1:1 (0:0)

In den ersten 45 Minuten zeigte Bunde laut Trainer Matthias Schmidt kein gutes Spiel. Den Gastgebern unterliefen zu viele Fehler. Wallinghausen konnte das aber nicht nutzen und erspielte sich selbst keine nennenswerten Torchancen. In der zweiten Halbzeit führte ein Strafstoßtor zur Bunder Führung. Eike Schmidt, der zuvor gefoult worden war, verwandelte selbst zum 1:0. Danach konnten die Rheiderländer ihre Chancen nicht nutzen. Binnen zehn Minuten vergaben sie durch Sebastian Wendland, Joost Diepen und Lukas Kappernagel drei dicke Chancen. In der Nachspielzeit kassierte Bunde – ebenfalls durch einen verwandelten Foulelfmeter – den Ausgleich.

Tore: 1:0 E. Schmidt (Foulelfmeter, 52.), 1:1 Konda (Foulelfmeter, 91.).

SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel - O. Moordorf 2:2 (0:1)

SV-Trainer Uwe Welzel schob nach dem Spiel Frust: „Das fühlt sich wie eine Niederlage an.“ Das lag nicht nur am 2:2-Gegentor in der allerletzten Situation des Spiels in der 94. Minute nach einer Ecke. Weitere Begleitumstände ärgerten ihn. Nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit lag Moordorf in Führung. Auch, weil ein Treffer von Reyk de Buhr aus SV-Sicht aus unerklärlichen Gründen erst gegeben und dann zurückgenommen wurde. 20 Sekunden nach Wiederanpfiff gelang de Buhr dann das reguläre 1:1. „Ab da spielte nur noch meine Mannschaft nach vorne. Das war richtig gut“, sagte Welzel. Nachdem Simon Ihler noch mit einem Elfmeter an Ostfrisia-Torwart Simon Weber gescheitert war, traf dann Heiko Schoon per Abstauber zum verdienten 2:1. Eine Rote Karte für SV-Torjäger de Buhr (Tätlichkeit/ 85.) gab Moordorf wieder Auftrieb – und in Überzahl brachte die Brechstange noch das 2:2.

Tore: 0:1 Peters (12.), 1:1 de Buhr (46.), 2:1 Schoon (77.) , 2:2 W. Janssen (94.).

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