Hamburg  Beruflich die Welt retten: Wie Dein Job ein „Green Job“ werden kann

Julia Wadle
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Von Julia Wadle
| 26.09.2022 16:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Servicetechniker für Windkraftanlagen sind unerlässlich, um die Energiesicherheit in Deutschland langfristig zu sichern – ein Job, der immer wichtiger werden wird. Foto: Imago images/Westend61
Servicetechniker für Windkraftanlagen sind unerlässlich, um die Energiesicherheit in Deutschland langfristig zu sichern – ein Job, der immer wichtiger werden wird. Foto: Imago images/Westend61
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Eine nachhaltigere Zukunft planen – und sie mit den eigenen Händen gestalten: Immer mehr Menschen arbeiten im Bereich Umweltschutz. Vorreiter ist das Handwerk.

In diesem Artikel erfährst Du:

Die Klimakatastrophe zu verhindern, gehört zu den wichtigsten Aufgaben unserer Generation. Demonstrieren, weniger Ressourcen verbrauchen und den eigenen Konsum hinterfragen – schon in der Freizeit kann man viel für eine bessere Zukunft tun. Doch wer sich wirklich für Umweltschutz und eine grüne Zukunft einsetzen will, sollte eine Karriere in einem „Green Job“ (grünen Beruf) anstreben.

Die Internationale Arbeits-Organisation, eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, definiert als „Green Jobs“ alle Arbeitsplätze, die Arbeit mit Umweltschutz verbinden.

Grüne Jobs....

Sich für den Umweltschutz beruflich einzusetzen, geht in vielen Branchen – und wird immer attraktiver.

Wie sich die Anzahl der Beschäftigten entwickelt hat, zeigt diese Grafik:

311.000 Menschen arbeiteten 2020 in einem „Green Job“. Auch wenn der Beschäftigungszuwachs von 2019 auf 2020 etwas schwächer war als in den Vorjahren: Gut 6.000 Menschen haben 2020 einen „Green Job“ neu angetreten. Von 2016 bis 2019 waren im Umweltschutz pro Jahr durchschnittlich 18.000 Arbeitsplätze oder 6,7 Prozent geschaffen worden.

Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes war der Maschinenbau der Wirtschaftszweig mit den meisten „Green Jobs“. Dort waren mit 68.500 Beschäftigten gut ein Fünftel (22 Prozent) aller Umweltschutzbeschäftigten tätig, beispielsweise in der Herstellung von Windkraftanlagen oder energieeffizienten Antriebs- und Steuerungstechniken.

Verglichen mit dem Vorjahr kam es im Maschinenbau allerdings zu einem starken Rückgang bei der Anzahl der Umweltschutz-Jobs: Diese sank um 9.500 oder 12,2 Prozent.

Mit vielen Ausbildungsberufen kannst Du Dich für die Umwelt einsetzen. Wie groß Dein Beitrag ist, hängt von Deinem Arbeitgeber ab: Als Bauzeichner kannst Du einen Architekten dabei unterstützen, ressourcenschonend und umweltfreundlich zu bauen – oder ihm helfen, das 200. Einfamilienhaus auf eine grüne Wiese zu stellen. Als Bankkaufmann bei einer Bank mit grünen Anlagemöglichkeiten hast Du die Chance, Kunden zu beraten, damit sie und die Umwelt davon profitieren. Oder als Rechtsanwaltsfachangestellter kannst Du statt in einer Kanzlei für Wirtschaftsrecht in einer Kanzlei mit Schwerpunkt Umweltrecht anfangen. Viele Betriebe suchen qualifizierte Fachkräfte – das ist Deine Chance, Dich für einen Arbeitgeber zu entscheiden, der Deinen Idealen entspricht.

Eine noch größere Auswahl hast Du im Bereich der nachhaltigen Ausbildungen, wenn Du Lust hast, draußen oder im Labor zu arbeiten.

Du willst studieren und Dich beruflich für die Umwelt einsetzen, hast aber keine Lust ein MINT-Fach (Mathematik, Ingenieurswissenschaften, Naturwissenschaften, Technik) zu studieren? Kein Problem.

Neben ihrem Fachwissen bringen Studierende aus Geistes- und Sozialwissenschaften weitere Schlüsselqualifikationen mit: strukturiertes Denken, Argumentationsfähigkeit, schriftliches und mündliches Ausdrucksvermögen, Kreativität und ein großes Allgemeinwissen. “Das sind Fähigkeiten, die überall in der Berufswelt eingesetzt und in der Wirtschaft nachgefragt werden“, so Ludwig. Also auch in Umweltberufen oder Unternehmen mit klima- oder umweltschutzbezogenen Jobs.

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