28. Emder Erntedankfest Die Ernte feiern ‒ mit einigen Sorgen im Hinterkopf
Am Samstag, 1. Oktober, findet in Emden wieder das Erntedankfest statt. Eine gute Ernte können die Landwirte feiern, aber es gibt auch einige Sorgen.
Emden - Am Samstag, 1. Oktober, wird es wieder lange Schlangen vor dem Stand mit den Kartoffelpuffern geben, denn es ist Emder Erntedankfest. In diesem Jahr findet das Fest wieder am Stadtgarten statt. Das war im vergangenen Jahr zum ersten Mal der Fall gewesen, früher war die Neutorstraße Standort der Stände.
Was und warum
Darum geht es: Erntedankfest in Emden
Vor allem interessant für: alle, die das Fest seit Jahren gerne besuchen und sich für regionale Produkte interessieren
Deshalb berichten wir: Das Erntedankfest ist am Samstag, 1. Oktober. Die Autorin erreichen Sie unter: d.hoppe@zgo.de
So werden rund 30 Stände verschiedener Aussteller den Stadtgarten am Samstag füllen. „Es wird kuschelig, aber ich glaube, jeder hat seinen Platz gefunden“, meint Maren Ziegler, Geschäftsführerin des Kreisverbands Norden-Emden des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Ostfriesland (LHV). Gemeinsam mit der Werbegemeinschaft Schaufenster Emden organisiert der LHV das 28. Erntedankfest für die Seehafenstadt. Der Aufbau von Ständen und Erntekrone soll bereits in den frühen Morgenstunden stattfinden, um 10 Uhr startet das Erntedankfest mit einem Gottesdienst unter den Bäumen und zwischen den Ständen. Zum ersten Mal dabei ist die Solidarische Landwirtschaft aus Wybelsum, die beim Fest ihr Konzept präsentieren möchte. Dieser und weitere Stände mit einer „bunten Mischung“ aus frischem Gemüse, Fisch, Blumengestecken und Informationen von verschiedenen Vereinen werden bis 16 Uhr im Stadtgarten stehen.
Gute Ernte in Ostfriesland
Von den knapp 30 Ausstellern sind rund zehn Landwirte. Aber haben diese trotz des vielen Regens zu Beginn des Jahres und der Hitzeperioden im weiteren Verlauf überhaupt so gut geerntet, dass sie dankbar feiern können? „Erntedank kann man eigentlich immer feiern, entweder, weil die Ernte gut war oder weil das Jahr vorbei ist“, sagt Ziegler lachend. Tatsächlich habe es aber gute Erträge in ganz Ostfriesland gegeben, was auch an dem ostfriesischen Boden liege: „Die Marschböden verzeihen auch mal drei oder vier Wochen ohne Regen.“
Dafür gibt es andere Sorgen: „Im Moment ist es so, dass die Direktvermarkter merken, dass die Menschen sparsamer werden“, erklärt Ziegler. „Aber auch der Freiflächenverlust durch Photovoltaikanlagen und Wasserstoffförderung macht vielen Sorgen. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir hier wertvolle Flächen verplanen, die wir nicht aus der Produktion nehmen dürfen.“ Stattdessen schlägt sie vor, versiegelte Flächen für solche Vorhaben zu nutzen.