Neuer Stadtteil geplant Stadt Aurich kauft Kasernengelände Anfang November
Der nächste Schritt zu einem neuen Stadtteil auf dem Auricher Kasernengelände naht: Anfang November soll der Kaufvertrag unterschrieben werden. Für die Stadt wird es deutlich teurer als geplant.
Aurich - Voraussichtlich Anfang November wird die Stadt Aurich den Kaufvertrag für das Kasernengelände unterschreiben. Diesen Termin nannte Bürgermeister Horst Feddermann (parteilos) am Donnerstagabend in der Ratssitzung. Die Stadt will aus dem Kasernengelände mit einem Investor einen neuen Stadtteil entwickeln.
Das Gelände gehört dem Bund und wird von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) vermarktet. Die letzten Soldaten haben die Blücher-Kaserne bereits 2014 verlassen. 2015/16 wurde sie als Flüchtlingsunterkunft genutzt, was auch jetzt wieder der Fall ist. Dennoch treibt die Stadt ihre Planung weiter voran.
„Wir wissen alle, dass wir nicht hinkommen werden“
Die Stadt erwirbt von der Bima Teilflächen auf dem Kasernengelände: Sportflächen im nördlichen Bereich, Wohnbauflächen im südlichen Bereich und zwei kleinere Teilflächen entlang des Wasserwerkswegs. Der Rat hatte den Kauf bereits im Juni 2021 beschlossen. Da zwischenzeitlich die Bodenrichtwerte gestiegen sind, muss die Stadt nun knapp 250.000 Euro mehr hinblättern, als das im vergangenen Jahr der Fall gewesen wäre – 865.000 Euro.
Bodo Bargmann (CDU) übte erneut Kritik an diesem Verlust. Dass zwei Drittel des Kaufpreises von Bund und Land getragen werden, sei kein Trost: „Wir wissen alle, dass wir mit den Fördermitteln nicht hinkommen werden.“ Alles, was übrig bleibe, müsse die Stadt zu 100 Prozent bezahlen, sagte Bargmann. „Die 250.000 Euro werden am Ende voll durchschlagen.“
Ausdrücklich betonte der CDU-Ratsherr, dass sich seine Kritik nicht gegen die ehemalige Fachbereichsleiterin Irina Krantz richte. Krantz hatte im vergangenen Jahr die Verhandlungen mit der Bima geführt, war aber zum 1. Oktober als Stadtbaurätin nach Emden gewechselt. Durch das Vakuum bis zum Antritt der jetzigen Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß zum 1. Januar sei es zu dem Verzug gekommen, sagte Bargmann: „Das ärgert mich.“ Dennoch beschloss der Rat einstimmig den Kauf der Flächen.
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