Bornholm  Stromausfall legt Insel Bornholm lahm: Unterwasser-Kabel nach Schweden beschädigt

Yannick Kitzinger
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Von Yannick Kitzinger
| 10.10.2022 10:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Hafen von Sandvig auf der Insel Bornholm Foto: imago images/imagebroker
Der Hafen von Sandvig auf der Insel Bornholm Foto: imago images/imagebroker
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Etwa zwei Wochen ist es her, dass Unterwasser-Lecks an den Pipelines Nord Stream 1 und 2 nahe Bornholm festgestellt wurden. Nun ist auch die Stromversorgung der Insel abgebrochen.

Am Montagmorgen ging nahezu nichts mehr auf Bornholm: Ein Stromausfall hatte die dänische Ostseeinsel lahmgelegt. Um 8.35 Uhr teilte der Energieversorger BEOF mit, dass es einen Kabelbruch zwischen der Insel und dem schwedischen Festland gegeben habe.

Der Eigentümer des Stromnetzes, Trefor Elnet Øst, bestätigt den inselweiten Stromausfall. Noch sei es allerdings zu früh, um über die Ursache zu spekulieren.

Die Insel Bornholm stand zuletzt vor allem im Zusammenhang mit den Lecks der Nord-Stream-Pipelines im Fokus. Ende September waren nach Angaben von Behörden insgesamt vier Unterwasser-Lecks an den beiden Pipelines festgestellt worden, aus denen tagelang enorme Mengen an Gas austraten. Die Lecks befinden sich in der Nähe der dänischen Ostsee-Insel, teils in dänischen, teils in schwedischen Gewässern.

Laut Netzbetreiber soll die Stromversorgung bis 12 Uhr wieder auf der ganzen Insel hergestellt sein:

Die Lecks in den russischen Pipelines waren laut Untersuchungen durch mehrere Sprengstoffanschläge entstanden. EU und Nato gehen von Sabotage aus, der Kreml erklärte, dass er einen staatlichen Akteur dahinter vermute.

Ob auch der aktuelle Kabelbruch zwischen Schweden und Bornholm durch einen Anschlag verursacht wurde, ist derzeit noch unklar. „Uns ist bekannt, dass in den letzten Wochen in der Umgebung von Bornholm Aktivitäten stattgefunden haben, daher ist es wichtig zu sagen, dass wir noch nicht wissen, was passiert ist. Es gibt keinen Grund für Spekulationen. Es handelt sich wahrscheinlich nur um einen normalen Stromausfall“, sagte Anya Palm von Trefor am Montagmorgen dem finnisch-schwedischen Nachrichtenportal „Hufvudstadsbladet“.

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