Fachkräfte für Deutschland  Dringend die Lücken füllen

Marion Trimborn
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Ein Kommentar von Marion Trimborn
| 12.10.2022 16:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Fachkräftemangel bringt viele Unternehmen in Existenznot Foto: dpa
Der Fachkräftemangel bringt viele Unternehmen in Existenznot Foto: dpa
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In diesem Jahr wird Deutschland wieder Rekordzahlen bei der Zuwanderung haben. Doch die wenigsten sind gut ausgebildete Arbeitskräfte.

Es ist eine Krux: Nach Deutschland werden in diesem Jahr voraussichtlich mehr Menschen kommen als im Flüchtlingskrisen-Jahr 2015 – doch es sind viel zu wenige Fachkräfte darunter. Nun hat die Bundesregierung eine Initiative gestartet, die zu begrüßen ist – die Frage ist nur, ob sie halten kann, was sie verspricht. Die deutsche Wirtschaft braucht mindestens 400.000 Menschen pro Jahr, um die Lücken auf dem Arbeitsmarkt zumindest ansatzweise zu füllen.

Es wird jetzt viel davon abhängen, welche Vorschläge Arbeitsminister Hubertus Heil und Innenministerin Nancy Faeser nun vorlegen. Dabei darf auch nicht fehlen, dass die Regierung Beschäftigungsverbote für Asylsuchende und Geduldete abschafft, Abschlüsse müssen schneller und leichter anerkannt werden.

Auch wenn die Einwanderung der wichtigste und zugleich umstrittenste Punkt der Reform ist, ist noch mehr nötig. Ausbildung, Weiterbildung, Frauenerwerbstätigkeit sind die Schlagworte. Die Regierung muss dafür sorgen, dass die Zahl der rund 50.000 Schulabbrecher jährlich und der jungen Menschen ohne Ausbildung sinkt. Sie muss Müttern mehr Möglichkeiten eröffnen, etwa bei der Kinderbetreuung. Wer als Beschäftigter den Anschluss an neue Technologien verpasst hat, muss gezielte Förderung erhalten. All diese Punkte hat die Ampel-Koalition im Prinzip auf der Agenda – hoffentlich setzt sie sie auch in der Praxis um.

Die Autorin erreichen Sie unter mantel@zgo.de

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