Bürgerinitiative tagte Aktionen gegen drohende Schulschließung in Jennelt
Die Bürgerinitiative für den Erhalt der Jennelter Grundschule will sich stärker öffentlich präsentieren. Geplant sind jetzt ein stiller Protest und mehr.
Jennelt - Präsenz zeigen, wo es nur geht: Dieses Ziel haben sich die Mitglieder der „Bürgerinitiative für den Erhalt des Grundschulstandortes in Jennelt“ auf die Fahne geschrieben. Als die Gruppe am Mittwoch zu ihrer jüngsten Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Jennelt zusammenkam, ging es um das Wann und Wie.
Was und warum
Darum geht es: Eine noch junge Bürgerinitiative berichtet davon, wie sie Einfluss auf die drohende Schließung der Grundschule Jennelt nehmen und sich stärker der Öffentlichkeit präsentieren möchte.
Vor allem interessant für: Leser mit Kindern, deren Schulen die Schließung droht
Deshalb berichten wir: Die Bürgerinitiative hatte uns zu ihrer jüngsten Sitzung eingeladen. Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de
Einer der ersten Aktionen ist für den 26. Oktober geplant. Dann wolle sich die Firma Biregio die Grundschule Jennelt vor Ort ansehen, kündigte die Initiatorin der Bürgerinitiative (BI), Jutta Lerche-Schaudinn, an. Biregio wurde damit beauftragt, die Schulen und Kitas in der Gemeinde Krummhörn zu begutachten und am Ende eine Empfehlung zu deren Zukunft auszusprechen. Weil befürchtet wird, dass das Unternehmen zu einer Schließung in Jennelt rät, versammeln sich die Mitglieder nun zu einem stillen Protest mit Schildern, an dem auch Kinder teilnehmen sollen. „Kreative Ideen sind willkommen“, hieß es bei der Versammlung im Dorfgemeinschaftshaus.
Plakate sollen aufgestellt werden
Allerdings soll man in Zukunft auch in der ganzen Gegend auf die Ziele der BI aufmerksam werden. Helfen sollen dabei unter anderem Flyer, Aufkleber und Plakate, die möglichst auch an den Hauptstraßen zu sehen sein sollen. Für die Herstellung sollen Spenden genutzt werden, von denen bislang 200 Euro über den Förderverein der Grundschule an die BI eingegangen seien, so der Vereinsvorsitzende Johannes Booken. Krummhörns früherer Bürgermeister Frank Baumann, der zu den Unterstützern zählt, gab jedoch zu bedenken, dass gegebenenfalls rechtliche Fragen geklärt werden müssen. Wenn man Plakate an den Straßen aufstelle, müssten die jeweiligen Straßenbaulastträger gefragt werden. Je nachdem, ob es kommunale, Landes- oder Bundesstraßen sind, seien die Ansprechpartner verschieden.
Dazu komme noch, dass Plakate in der Regel nur aus einem bestimmten terminierten Anlass aufgehängt werden dürfen. Also zum Beispiel für Wahlen oder wenn ein Zirkus in die Gemeinde komme und auf seine anstehenden Vorführungen hinweist. Werden die Plakate hingegen auf Privatgrundstücken entlang der Straßen aufgestellt, wäre das wohl kein Problem, so Baumann. Das hatte zuletzt beispielsweise auch der Krummhörner Verein „Radweglückenschluss an der L4“ genutzt, um mit orange bemalten Fahrrädern an der Landesstraße auf ihre Ziele aufmerksam zu machen.
Mehr Präsenz im Internet
Auch im Internet wollen sich die Grundschul-Freunde stärker bemerkbar machen. Sie haben jetzt eine eigene Website, die unter der Adresse www.erhaltet-grundschule-jennelt.de erreichbar ist. Geplant sind laut Booken zudem Auftritte in den sozialen Medien, auf Instagram und Facebook. Womöglich gehen diese in zwei Wochen – nach dem stillen Protest – online, damit man auch gleich mit Fotos von dieser Aktion starten kann, so der Vorschlag.
Schließlich rief Lerche-Schaudinn noch dazu auf, dass die Mitglieder auch bei den Sitzungen des Krummhörner Bildungsausschusses und des Rates Präsenz zeigen. Zudem bekamen sie am Mittwoch eine Einladung von der Wählergemeinschaft Freie Bürgerliste Krummhörn (fbl), die Fraktionsmitglied Heiko Ringena aussprach. Er wolle sich auch dafür einsetzen, dass die BI im Bildungsausschuss angehört wird, wenn die Zahlen von Biregio vorliegen. Bis zum Mittwoch hatten 255 Menschen aus Jennelt und anderen Dörfern der Krummhörn bei der BI unterschrieben und damit ihre Unterstützung für den Erhalt des Grundschulstandortes signalisiert.
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