Verteidiger fehlt Firrel  Am Kopf verletzter Röbke ist seit 18 Jahren Trainer

| | 14.10.2022 14:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Firrel muss auf zwei erfahrende Neuzugänge verzichten: Henning Röbke (links) und Michael Olbrys (rechts). Foto: Weers
Firrel muss auf zwei erfahrende Neuzugänge verzichten: Henning Röbke (links) und Michael Olbrys (rechts). Foto: Weers
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GW Firrel will nach drei sieglosen Landesliga-Spielen wieder gewinnen. Neuzugang Henning Röbke verät Details zu seinem Gesundheitszustand und seiner Trainertätigkeit.

Firrel - Grün-Weiß Firrel atmet auf: Der im vergangenen Spiel übel am Kopf getroffene Henning Röbke hatte laut eigener Aussage „Glück im Unglück“. Untersuchungen haben ergeben, dass sich der Firreler Verteidiger nicht das Jochbein, sondern die Kiefernhöhlenwand gebrochen hat. Operiert werden muss das nicht. Dazu kamen Risswunden an der Lippe und im Mund. „Mir geht es schon deutlich besser“, sagte Henning Röbke am Freitag, fünf Tage, nach dem unglücklichen Zusammenprall während des Fußball-Landesliga-Heimspiels gegen Holthausen Biene (1:3). „Ich habe zwar noch ein blaues Auge, die linke Gesichtshälfte ist noch etwas gelähmt. Aber die Schwellung ist weitestgehend zurückgegangen.“ Die Ausfallzeit wird sich in Grenzen halten. Möglicherweise kann der 32-Jährige in einigen Tagen schon wieder lockere Technik- und Ausdauer-Übungen machen.

Am Sonntag im Auswärtsspiel beim VfR Voxtrup (Anstoß 15 Uhr) wird Röbke auf jeden Fall nicht mitwirken. „Aber ich werde das Team von außen unterstützen“, sagt der Mann, der seit seinem Wechsel im Sommer zu Firrel nicht mehr aus der Innenverteidigung wegzudenken ist. Er selbst fühle sich sehr wohl bei GW, wie er betont. Das zeigt er auch. So schaute der in Zetel wohnende Henning Röbke bereits am Dienstag bei der Trainingseinheit seiner Teamkollegen vorbei. Auch am Freitag, an das Team extra eher trainiert, um danach über den Leeraner Gallimarkt zu schlendern, ist Röbke beim Bummelbesuch kurz dabei.

Henning Röbke kann wieder lächeln, die Schwellung ist weitestgehend abgeklungen. Foto: privat
Henning Röbke kann wieder lächeln, die Schwellung ist weitestgehend abgeklungen. Foto: privat

Firrel spielt erstmals in Voxtrup

Am Sonntag wird sich der Lehrer einer Oberschule in Wilhelmshaven mit dem Team auf den Weg nach Voxtrup machen – und vielleicht auch den ein oder anderen Tipp von außen geben. Das wäre für den 32-Jährigen jedenfalls nichts Neues. „Seit ich 14 Jahre alt bin, bin ich Trainer“, sagt Henning Röbke. Mehrere Teams hat er bereits trainiert, auch im Damenbereich hat er schon Erfahrungen gesammelt. Seit sieben Jahren ist er DFB-Stützpunkt-Trainer in Jever. Nach seiner aktiven Karriere wolle Röbke möglicherweise im Herrenbereich höherklassiger trainieren. „Meine A-Lizenz ist die Eintrittskarte in viele Bereiche“, sagt er. „So lange ich fit bin, möchte ich aber auf gutem Niveau selber spielen.“

Am Sonntag ist es überhaupt das erste Mal, dass Firrel in Voxtrup gastiert – und das, obwohl GW und der VfR die vierte Saison in Folge in derselben Liga spielen. Entweder wurden die bisherigen Duelle aufgrund eines coronabedingten Saisonabbruchs abgesetzt oder die Teams spielten in unterschiedlichen Staffeln. Am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison war Firrel zum sportlich bedeutungslosen Spiel in Voxtrup nicht angetreten. Am Sonntag wird Firrel aber antreten – auch wenn ein paar Akteure fehlen werden. Unter anderem kann mit Michael Olbrys (gelbgesperrt) auch der zweite Neuzugang, der Firrel mit seiner Erfahrung sehr gut tut, nicht mitspielen. Trainer Bernd Grotlüschen erwartet eine enge Partie: „Die Liga ist sehr ausgeglichen. Wenn wir das abrufen, was wir können, dann bin ich sehr optimistisch, dass wir was Zählbares holen.“ Firrel ist mit 15 Punkten Zehnter, Voxtrup rangiert mit 13 Zählern dahinter.

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