Emder Kader wird kleiner  Kickers Emden trennt sich wieder vom Neuzugang

| | 25.10.2022 13:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ayedemi Ayodele bestritt zwei Punktspiele für Kickers Emden. Foto: Wagenaar
Ayedemi Ayodele bestritt zwei Punktspiele für Kickers Emden. Foto: Wagenaar
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Fußball-Regionalligist Kickers Emden hat nach Holger Wulff einen zweiten Akteur aus dem Kader gestrichen. Für die Trennung nennt Trainer Stefan Emmerling aber keine sportlichen Gründe.

Emden - Fußball-Regionalligist BSV Kickers Emden trennt sich von einem weiteren Spieler. Nach Holger Wulff wurde nun auch Adeyemi Ayodele aus dem Kader gestrichen. Die Trennung vom Neuzugang, der sich erst vor wenigen Wochen dem BSV angeschlossen hatte, liegt aber laut Trainer Stefan Emmerling nicht in mangelnder Leistung begründet. Kickers hat sich schlichtweg im komplizierten „Regularien-Gestrüpp“ bei Nicht-EU-Ausländern verfangen.

Ayodele war neben Vafing Jabateh, Ayo Adeniran und André N’Diaye der vierte Kickers-Akteur, der in diese Kategorie fällt – drei dürfen in der Regionalliga pro Spiel nur eingesetzt werden.

Ausländer-Regelung war das Problem

„Wir mussten deshalb bei jedem Spiel einen Mann zu Hause lassen. Das sorgt für schlechte Stimmung.“ Also traf der Verein nun die Entscheidung, sich von einem Nicht-EU-Ausländer zu trennen. Den Vorwurf, Kickers hätte sich vor der Verpflichtung von Ayodele genauer über die Statuten erkundigen müssen, lässt Emmerling nur bedingt gelten. „Wir haben da keine eindeutige Aussage vom Verband bekommen“, sagt er. Und Kickers selber kannte die Regel nicht.

Besonders kompliziert habe die Sache gemacht, dass der US-Akteur Ayodele aus England nach Ostfriesland kam und sich der Fußballstatus der Briten durch den EU-Austritt verändert hat. Kickers bemüht sich nun darum, in der Region einen anderen Verein für den Verteidiger, der genau 180 Minuten für den BSV in der Regionalliga im Einsatz war, zu finden.

Perspektivgespräche laufen

Die Emder haben bereits angekündigt, sich in der Winterpause noch von weiteren Akteuren trennen zu wollen, die nicht ganz den Regionalliga-Ansprüchen gerecht werden, um sich eventuell die ein oder andere regionalligaerfahrene Verstärkung leisten zu können.

„Wir führen derzeit Perspektivgespräche mit unseren sämtlichen Spielern“, sagt Emmerling. Weitere vorzeitige Trennungen seien aber nicht geplant. „Und es ist auch noch kein Spieler auf uns zugekommen, der gesagt hat, er möchte uns im Winter verlassen.“

Schließlich sind es noch acht Spiele bis Weihnachten. „Und darauf konzentrieren wir uns jetzt.“

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