Berlin Porno-Produzentin bietet dem ZDF Aufklärungsserie an
Porno-Produzentin Paulita Pappel schlägt dem ZDF eine Aufklärungsserie vor. Das Format „How to watch porn“ soll die Unterschiede von Porno und Wirklichkeit beleuchten, Porno-Sucht und ethischen Pornokonsum.
Porno-Produzentin Paulita Pappel bietet dem ZDF eine Aufklärungsserie an. „Wir drehen gerade einen achtteiligen Online-Kurs: ‚How to watch porn‘. Da geht’s um alles, was man unter ‚Porn Literacy‘ versteht, also die Lesekompetenz für Pornos“, sagte die 34-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. „Ich werde das Format dem ZDF jetzt als Serie vorschlagen. So was sollte öffentlich-rechtlich finanziert werden.“ Als Themen der Serie nannte Pappel die Unterschiede von Porno und Wirklichkeit, Porno-Sucht und ethischen Pornokonsum.
Pappel erregte im März Aufmerksamkeit, als sie für Jan Böhmermanns „ZDF Magazin Royale“ den ersten gebührenfinanzierten Porno realisierte. Böhmermanns Idee, Pornos mit Gebührengeldern zu finanzieren, hält Pappel für sinnvoll: „Öffentlich-rechtliche Pornos könnten uns helfen, Pornos nicht mehr zu dämonisieren, zu stigmatisieren und zu kriminalisieren. Sie könnten dazu beitragen, dass Menschen sich für ihren Pornokonsum nicht mehr schämen. Damit wäre schon mal viel Leidensdruck aus der Welt“, sagte die Gründerin des Online-Portals Lustery.com „Und wenn wir es Pornos erlauben, dieselben Vertriebswege zu gehen wie alle anderen Filme auch – dann hätten auch alternative Anbieter eine wirtschaftliche Chance.“ Zuletzt hatten auch die Berliner Jusos die Forderung nach Pornos von ARD und ZDF aufgegriffen.
Vorschläge, wie ein öffentlich-rechtliches Porno-Portal heißen könnte, machte Paulita Pappel auch: „‚Der Porno im Ersten‘ vielleicht?“, so eine ihrer Anregungen. „Oder ‚Die Pornschau‘? ‚Porno-Journal‘? ‚Porno nach 8‘?“
Jusos fordern Pornos von ARD und ZDF: Hier lesen Sie alles zum Antrag