Berlin  CDU und CSU: Warum die Union trotz Ampel-Flaute nicht punktet

Rena Lehmann
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Von Rena Lehmann
| 28.10.2022 19:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Hält der Burgfriede? CDU-Chef Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder betonen derzeit die Einigkeit der Schwesterparteien. Foto: Michael Kappeler
Hält der Burgfriede? CDU-Chef Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder betonen derzeit die Einigkeit der Schwesterparteien. Foto: Michael Kappeler
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Der Frieden zwischen CDU und CSU könnte von kurzer Dauer sein. Mit den bundesweiten Umfrageergebnissen können Friedrich Merz und Markus Söder sich nicht zufrieden geben.

Nach der Wahl von Friedrich Merz zum neuen Parteivorsitzenden schienen fürs erste die Verhältnisse geklärt. CSU-Chef Markus Söder, im vergangenen Jahr mit dem Versuch einer Kanzlerkandidatur gescheitert und für viele mitschuldig am schlechten Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl, erschien plötzlich als der politisch eindeutig Kleinere von beiden. Bis zur Landtagswahl in Bayern in einem Jahr dürfte die neue Geschlossenheit halten. Söder weiß, dass das Sticheln gegen die große Schwester derzeit unklug wäre. Erstmal muss er selbst seine Wahl in Bayern gewinnen, am besten nicht zu knapp.

Doch mit den Umfrageergebnissen der Union im Bund können beide kaum zufrieden sein. Trotz der verbreiteten Unzufriedenheit mit der Ampel-Koalition liegt sie in Umfragen nur knapp über dem schlechten Ergebnis der Bundestagswahl. Ein Merz-Turbo ist bisher ausgeblieben. Von einigen bemerkenswerten Auftritten im Bundestag abgesehen, hat der neue Parteichef bisher nicht das Versprochene geliefert. Weder schwindet die AfD dahin, noch schwebt die Union über den avisierten 30 Prozent. Das Super-Wahljahr verlief durchwachsen.

Neue Ideen, neue Köpfe und die klar formulierte Alternative zur Ampel-Politik in der Krise sind nicht erkennbar. Merz Programm heißt bisher vor allem: Merz. Das Programm von Markus Söder heißt zwar auch Söder. Doch ist er dabei der Volkstribun, der Merz vielleicht nie werden kann. Gelingt Söder ein starkes Ergebnis bei der Bayern-Wahl, wird es spätestens vorbei sein mit der Demut gegenüber der großen Schwester. 

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