Hamburg  Karl-Theodor zu Guttenberg: „Scham wird mich bis an mein Lebensende begleiten“

Lucie Wittenberg
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Von Lucie Wittenberg
| 02.11.2022 13:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Karl-Theodor zu Guttenberg ist ehemaliger Verteidungsminister. Foto: imago images/ IP3press
Karl-Theodor zu Guttenberg ist ehemaliger Verteidungsminister. Foto: imago images/ IP3press
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Vom Fernsehen zurück in die Politik? Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg schließt das für sich aus. In einem Interview sprach er darüber hinaus auch über seinen echten Doktortitel.

Karl-Theodor zu Guttenberg möchte nach seiner Premiere als Fernsehmoderator nicht wieder Politiker werden. Der Ex-Verteidigungsminister legte 2011 wegen einer Plagiatsaffäre seine politischen Ämter nieder. In einem Interview mit dem „Stern“ erklärte er, dass es keine Aussicht auf eine Rückkehr gebe: „Nach meinem Empfinden habe ich in der Politik nix mehr zu suchen. Nein, ich kehre nicht mehr in die Politik zurück.“

Im „Stern“-Interview zeigte er sich reumütig über die Plagiatsaffäre. Er bereue seine Taten und schäme sich: „Und diese Scham wird mich bis an mein Lebensende begleiten.“ Zu Guttenberg habe mittlerweile seinen Doktortitel an der University of Southampton nachgeholt und beim Schreiben der Arbeit „jeden Satz dreimal umgedreht“, in der Sorge, dass sich Fehler eingeschlichen haben könnten.

Seine großen Auftritte hat er fortan nur im Fernsehen, wo er zusammen mit Thomas Gottschalk den RTL-Jahresrückblick „Menschen, Bilder, Emotionen“ moderieren wird. Die Entscheidung, TV-Moderator zu werden, habe er lange abgewogen. Seine Erfahrungen mit der Öffentlichkeit und mögliche Reaktionen auf sein TV-Debüt hätten ihn vorerst zurückgehalten: „Ich sehe doch schon die Fragen: Enttäuschte Eitelkeit? Zurückdrängen ins Scheinwerferlicht? Nie versiegende Gier nach Aufmerksamkeit?“ Für den TV-Auftritt habe er sich schlussendlich doch entschieden, weil sein „öffentlicher Auftritt meistens irgendwie gelungen“ war.

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