Ärger um Dauerbaustelle Die neuesten Probleme an der Emder Trogstrecke sind gelöst
Das beauftragte Ingenieurbüro hat die Ursachen für die im Juli entdeckten Schäden am Trog gefunden. Die Stadt hüllt sich noch in Schweigen, wie es weitergeht.
Emden - Mehr als drei Monate nach dem Auftreten neuer Schäden an der Trogstrecke in Emden gibt es eine Lösung für die Probleme. Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Einzelheiten nannte die Pressestelle nicht. Die Lösung werde innerhalb der nächsten 14 Tage der Politik und der Öffentlichkeit vorgestellt, hieß es lediglich. Die Stadt hüllt sich auch in Schweigen darüber, wie es weitergeht.
Bereits im Juli hatten Fachleute erhebliche Schäden an der zu diesem Zeitpunkt gerade erst aufgetragenen Schutzschicht der Fahrbahndecke im ersten Abschnitt der Dauerbaustelle festgestellt. In dem frischen Belag hatten sich laut der Stadt und ihres Bau- und Entsorgungsbetriebes an mehr als 50 Stellen Blasen und Hohlstellen gebildet.
Neue Schicht wurde wieder abgetragen
Auf Empfehlung des mit der Planung der Trog-Sanierung beauftragten Hamburger Ingenieurbüros Grassl wurde die Schutzschicht in der ersten August-Hälfte wieder aufgerissen und abgetragen. Denn sonst wäre eine dauerhafte und sichere Nutzung dieser sehr wichtigen Emder Verkehrsader nicht mehr möglich gewesen, so die Stadt. Für den Ausbau der Schutzschicht musste dieser Abschnitt der Südumgehung knapp zwei Wochen lang für den Kraftverkehr gesperrt werden.
Laut Stadt hat das Ingenieurbüro Grassl die Suche nach den Ursachen, die zu den Schäden im Juli führten, mittlerweile abgeschlossen. Von den Ergebnissen dieser Untersuchung hängt ab, ob die zu erwartenden Mehrkosten vom Steuerzahler oder den an der Sanierung beteiligten Unternehmen getragen werden. Ebenfalls keine Klarheit gibt es nach wie vor darüber, wie teuer der erneute Rückschlag bei dieser Dauerbaustelle wird und wann mit einem Abschluss der Sanierung zu rechnen ist.
Die Schäden, die im Juli auftraten, waren nicht die erste Hiobsbotschaft, die das vor gut zwei Jahren begonnene und ursprünglich auf 5,5 Millionen Euro kalkulierte Straßenbauprojekt bislang begleiteten. Die Pleiten und Pannen lösten viel Ärger und Frust in der Bevölkerung und bei Verkehrsteilnehmern aus, sorgen aber weiterhin auch für viel Spott.
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