Verkehrssicherheit Neuer Emder Blitzer erwischt Raser jetzt besser mit Lasertechnik
Am Montag ist ein Blitzer in Emden ausgetauscht worden. Das neue Modell soll besser funktionieren und weniger wartungsintensiv sein. Das alte Gerät wird eventuell auch nicht verschrottet.
Emden - Mit ganz neuer Technik soll nun im Emder Stadtteil Borssum geblitzt werden. Am Montag sei der neue „Tower“ installiert worden, erklärte Heitina Bakker vom Fachdienst Straßenverkehr im Rats-Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Bürgerservice am Dienstag. Der neue Blitzer, der das Vorgänger-Gerät stadtauswärts hinter der Kurve bei der reformierten Kirche ersetzt, funktioniere mit einer Laser-Messtechnik, durch die Geschwindigkeitsverstöße genauer festgestellt werden sollen, sagte sie.
Bei der Lasertechnik werden Lichtimpulse ausgesendet, die von den Fahrzeugen reflektiert werden. Mit dieser voll digitalisierten Technik lassen sich bis zu vier Fahrspuren abdecken. Es müssen keine Filmspulen mehr ausgewechselt werden. Die Daten können entweder über verschlüsselte USB-Sticks ausgelesen oder über eine verschlüsselte Verbindung auch per Datenübertragung versendet werden.
Alter Blitzer könnte neue Verwendung bekommen
Auch sei die Wartung des neuen Blitzers weniger kostenintensiv. Die Sensoren des Vorgänger-Modells seien häufig versackt, weil die Straße aufgrund des Schwerlastverkehrs oft abgesackt war. Messungen waren damit nur noch schlecht möglich. Die Straße wieder zu reparieren, sei jedes Mal teuer und aufwendig gewesen, so Bakker.
Der Blitzer soll vorerst nur einseitig blitzen, heißt es nach einer Nachfrage im Ausschuss am Mittwoch über das Sitzungsprotokoll. Gegebenenfalls könne man aber noch nachrüsten, damit beidseitig Raser erwischt werden können. Der alte Blitzer wurde indes nicht verschrottet. Er stehe derzeit im Keller des Fachdienstes, sagte Heitina Bakker. Über eine weitere Verwendung werde derzeit noch nachgedacht. „Vielleicht als Attrappe“, sagte sie.
In Emden gibt es zehn feste Blitzer und „Engelke“
Die Kosten pro Blitzer belaufen sich auf bis zu 100.000 Euro. Insgesamt gibt es zehn über das Stadtgebiet verteilte, fest installierte Blitzer. Der erste war 2006 an der Auricher Straße aufgebaut worden. Die Anlagen an der Petkumer Straße im Stadtteil Friesland folgten 2009. Dort gilt eine 30er-Zone zum Schutz der Häuser und Straße und zur Lärmabsenkung für die Anwohner. Außerdem gibt es noch die Tower an der Larrelter Straße.
Im September dieses Jahres wurde der teilstationäre Blitzer „Engelke“ von der Stadt eingeführt. Zuvor hatte man verschiedene Modelle getestet. „Engelke“ steht immer wieder an wechselnden Orten - in dieser Woche steht er etwa im Steinweg (gesehen am Dienstag). Mit der Neuanschaffung soll die Lücke zwischen festen und mobilen Blitzern geschlossen werden. Mobile Blitzer sind oftmals unauffällige Kameras, die je nach Bedarf täglich oder sogar stündlich den Standort wechseln können und teilweise sogar versteckt angebracht werden dürfen. Im vergangenen Jahr waren in Emden insgesamt 12.174 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt worden, teilte die Stadtpressestelle im September auf Nachfrage mit.