Zentren entwickeln  Ihlow fällt Fördergeld für Hörstationen in den Schoß

| | 12.11.2022 10:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Gemeinde Ihlow ist dabei, das Ihler Meer umzugestalten. Zu Hundestrand, Fitnessparcours und Abenteuerspielplatz sollen jetzt noch Hörstationen kommen. Foto: Böning
Die Gemeinde Ihlow ist dabei, das Ihler Meer umzugestalten. Zu Hundestrand, Fitnessparcours und Abenteuerspielplatz sollen jetzt noch Hörstationen kommen. Foto: Böning
Artikel teilen:

Die Gemeinde Ihlow hat sich um Fördergeld für Hörstationen beworben. Jetzt kam die Zusage über 93.000 Euro. Das Projekt war vor Jahren wegen der hohen Kosten gestrichen worden.

Ihlow - Die Gemeinde Ihlow muss sich ein wenig vorkommen wie Sterntaler, als dem Mädchen plötzlich Geld in das aufgespannte Kleidchen fiel. Ursprünglich war die Idee der Hörstationen bei der Planung für die Neugestaltung des Ihler Meeres aus Kostengründen weggefallen. Als sich plötzlich ein neuer Fördertopf dafür fand, trat die Gemeinde noch einmal mit dem Projekt an, und es regnete 93.000 Euro.

Die kommen aus dem Fördertopf des Landes Niedersachsen mit dem unglaublich langen Namen: „Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Stärkung von Zukunftsräumen in Niedersachsen“. Unterstützt werden Projekte, die Zentren in ländlichen Räumen stärken. Ziel des Programms ist es, die Orte miteinander zu vernetzen, um die Attraktivität und Lebendigkeit zu erhalten oder zu steigern. Auch wenn die Hörstationen zunächst nur im Gemeindezentrum stehen sollen, können sie laut Verwaltung perspektivisch in allen Ortsteilen aufgestellt werden und die Gemeinde besser verknüpfen. Auch andere Kommunen könnten das Projekt aufgreifen.

Hörpunkte sollen Orte verbinden

Die Hörstationen sollen im Kerngebiet Ihlowerfehns liegen. Hier bekommen Gäste Informationen über attraktive Orte im Umkreis. Wie im Wirtschaftsausschuss vorgestellt, könnten diese Hörstationen Stelen mit Lautsprechern sein, inklusive Infotafeln und wahlweise mit Blindenschrift. Optional kann auch eine Bank aufgestellt werden, um dem Erzählten entspannt lauschen zu können.

Die Hörpunkte sollen Besucher auf eine digitale Hörreise zu Sehenswürdigkeiten, bekannten Orten und Plätzen in der Gemeinde Ihlow und den zugehörigen Ortschaften schicken. Sie soll das „friesische Erbe vermitteln und zeitgleich einen Anreiz schaffen, weitere Plätze in der Gemeinde zu besuchen und räumliche Hindernisse abzubauen“, so die Gemeinde in der Beschlussvorlage.

62.000 Euro muss die Gemeinde aufbringen

Die Hörpunkte sollen rund um die Uhr verfügbar sein und eine neue Form der digital-basierten Stadtführung einführen. Damit will die Gemeinde Touristen sowie Bildungs- und Besichtigungsurlauber ansprechen. Noch stehen die Planungen dafür ganz am Anfang. Im bislang verfolgten Ansatz wurden sechs Standorte ausgewählt.

Die Gesamtkosten für das Konzept und die Stelen liegen bei 155.000 Euro. Die offenen 62.000 Euro müsste die Gemeinde tragen. Die Ausschussmitglieder waren ein wenig überrumpelt vom plötzlich auftauchenden neuen Projekt, zogen aber mit und unterstützen die Hörstationen einstimmig. Sie forderten von der Verwaltung aber eine vollständige Übersicht der Aufstellorte und eine detailliertere Projektbeschreibung. Auch sollen alternative und günstigere Optionen geprüft werden.

Die Gemeinde Ihlow hatte im ersten Schritt im April dieses Jahres für die Hörstationen eine Interessensbekundung beim Fördergeldgeber eingereicht. Nach positiver Rückmeldung und der damit verbundenen Aufnahme in das Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ wurde zum Antragsstichtag im Mai der Antrag gestellt.

Ähnliche Artikel