Fußball-WM in Katar  Wendung beim einzigen Public Viewing in Leer

Michael Kierstein
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Von Michael Kierstein
| 14.11.2022 18:01 Uhr | 3 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Weltmeisterschaft in Katar steht vor der Tür. In Leer sollte es dazu ein Public Viewing geben. Foto: dpa
Die Weltmeisterschaft in Katar steht vor der Tür. In Leer sollte es dazu ein Public Viewing geben. Foto: dpa
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Der Protest gegen das Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft in Leer wurde immer lauter. Nun gibt es eine Wendung in den Plänen des Veranstalters.

Leer - Die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür. Doch nirgendwo hängen Fahnen oder Wimpel. Die typische Euphorie vor so einem Großereignis bleibt in diesem Jahr aus. Das sieht man auch beim Public Viewing.

Was und warum

Darum geht es: Eigentlich sollte es zur WM ein Public Viewing geben. Dazu gibt es nun eine Kehrtwende.

Vor allem interessant für: Alle, die sich mit der Fußball-Weltmeisterschaft auseinandersetzen.

Deshalb berichten wir: Wir erfuhren von der Absage des Public Viewing

Den Autoren erreichen Sie unter: m.kierstein@zgo.de

Öffentlich wurde in der Stadt Leer keine einzige Veranstaltung angemeldet. Nur im Millennium hatte Ekko Gosch geplant, die Spiele zu zeigen. Doch auch hier gibt es nun eine Wendung: „Wir haben heute beschlossen, die Veranstaltung abzusagen. Wir können nicht einschätzen, ob jemand kommt“, sagt er.

Gründe für die Absage

Er nannte im Kern drei Gründe, die für die nun erfolgte Absage sprechen. Da sei zum ersten die fehlende Euphorie in der Stadt. Das bedingt auch, dass nicht abzuschätzen sei, ob die Veranstaltung überhaupt rentabel werden würde. Damit sei dann auch ein wirtschaftliches Risiko verbunden. Als drittes: die Menschenrechtslage in Katar.

Zwar betont Gosch, gerne Fußball zu schauen, er stehe aber auch im Zwiespalt wegen der Menschenrechtslage in dem Land. „Man muss auch sagen: Eine WM gehört einfach in den Sommer. Ich habe zwar gedacht, die Stimmung kommt noch, aber dem war nicht so“, sagt er.

Für die Leeraner Grünen ist die Absage ein Erfolg. Sie hatten in der vergangenen Woche gefordert, das Public Viewing zu boykottieren. „Angesichts der Menschenrechtsverletzungen und der schwierigen Arbeitsbedingungen für die Gastarbeiter in Katar fordert der Vorstand der Leeraner Grünen die Stadt Leer und auch die Gastronomen und Hallenbesitzer in Leer auf, bewusst auf Liveübertragungen des Sport-Events zu verzichten“, schrieben Mechthild Tammena und Hayo Hayunga vom Vorstand. Dieses Ziel haben sie nun erreicht.

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