Entwicklung  Ideen der Studierenden für Emder Innenstadt sollen genutzt werden

| | 15.11.2022 14:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Studentinnen Laura Meiser (rechts) und Sarah Bokern stellten einige der Plakate zu den Ideen der Studierenden für die Innenstadt im Ratssaal aus. Foto: Hanssen
Die Studentinnen Laura Meiser (rechts) und Sarah Bokern stellten einige der Plakate zu den Ideen der Studierenden für die Innenstadt im Ratssaal aus. Foto: Hanssen
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In einem Projekt an der Hochschule Emden/Leer entwickeln Studierende jedes Jahr kreative Ideen, um die Innenstadt attraktiver zu machen. Die SPD möchte diese berücksichtigen.

Emden - Mehr als 4200 Studentinnen und Studenten besuchen die Hochschule Emden/Leer, doch so richtig profitiert die Emder Innenstadt nicht von den jungen Menschen. Viele pendeln. Um sie hier zu halten, gibt es schon eine Vielzahl von Projekten: etwa einen Stadtgutschein in Höhe von 200 Euro für alle Erst- bis Drittsemester, die ihren Wohnort in Emden anmelden. Professor Thomas Lemke aus dem Bereich Medientechnik hat noch eine andere Idee.

Er lässt in jedem Semester von den jungen Menschen in seinem Kurs ein Konzept erstellen, wie sie die Innenstadt aus ihrer Sicht für Gleichaltrige attraktiver machen würden. „Ich gebe nichts vor. Sie suchen sich selbst etwas aus“, sagte er im Wirtschaftsausschuss des Emder Rates, als er das Thema auf Einladung der SPD-Fraktion vorstellte. So waren in den vergangenen drei Jahren fast 30 Konzepte verschiedenster Ideen entstanden. Die Studentinnen Laura Meiser und Sarah Bokern zeigten einige der Plakate zu den Ideen im Ausschuss.

Idee: Ausstellung in leerstehendem Geschäft

Eines zeigte die Details zu einem Verein für junge Menschen, der gemeinsam nützliche Selbst-Mach-Kurse und „coole Stadtprojekte“ entwickelt, die die Stadt weiterbringen. Man wolle sich aktiv in das Stadtleben einbringen und die örtlichen Betriebe unterstützen, heißt es dort zur Begründung. Andere junge Menschen haben ein Konzept für eine „Bunkerdisco“ entwickelt oder für einen „Mon-Markt“, also einen Markt zu den Abendstunden mit Angeboten für junge Menschen.

Damit die Ideen nicht einfach in der Schublade verschwinden, schlägt Lemke vor, die Plakate in einer Ausstellung in der Innenstadt zu zeigen. „Dann sehen die Bürgerinnen und Bürger, dass die jungen Menschen ein Interesse an dieser Stadt haben“, sagte er. Für die Studierenden sei es schön, mit ihren Projekte wahr- und ernstgenommen zu werden. Martje Merten, Leiterin des Stadtmarketings, und Innenstadt-Koordinatorin Julia Lüder seien schon mit im Boot, sagte Merten im Ausschuss. In dieser Woche soll es weitere Gespräche dazu geben. Eine Überlegung wäre es beispielsweise, einen Leerstand in der Innenstadt für die Ausstellung zwischen zu nutzen - wie die bereits vorhandene Anlaufstelle des Bunkermuseums in der Großen Straße oder eine mögliche Zwischennutzung der leerstehenden dm-Filiale in der Neutorstraße für eine Hobbybörse. Das müsse aber auch personell zu stemmen sein, so Merten.

Insgesamt sollen die Konzepte aber auch zum Nachdenken anregen: „Wir als SPD-Fraktion halten diese Ideen zur Neugestaltung und Attraktivitätssteigerung im Rahmen des Masterplan Innenstadt für wertvoll“, so Doris Kruse (SPD). Die dabei zu Tage gekommenen Erkenntnisse und die Sichtweisen der Studierenden seien aus ihrer Sicht für alle Ratsmitglieder sowie für die Verwaltung von Interesse.

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