Große Baustelle geplant  Bundesstraße 210 muss ab Suurhusen umfassend saniert werden

Michael Hillebrand
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Von Michael Hillebrand
| 18.11.2022 07:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Vor drei Jahren kam es in Hinte zu einem Verkehrschaos, als die B 210 nördlich von Emden saniert wurde. Los ging es am Emder Stadtrand, von wo aus sich die Bauarbeiter auf den Weg bis nach Georgsheil machten. Archivfoto: Harms
Vor drei Jahren kam es in Hinte zu einem Verkehrschaos, als die B 210 nördlich von Emden saniert wurde. Los ging es am Emder Stadtrand, von wo aus sich die Bauarbeiter auf den Weg bis nach Georgsheil machten. Archivfoto: Harms
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Zwischen Suurhusen und Georgsheil steht eine umfassende Sanierung der B 210 an. Die Maßnahme ist so groß, dass das Bundes-Verkehrsministerium zustimmen muss.

Krummhörn/Hinte - Die Bundesstraße 210 zwischen Suurhusen und Georgsheil ist erst einmal wieder fertig. Am Mittwoch endete dort nach gut zwei Wochen die Fahrbahn-Sanierung, die sich aufgrund von unerwarteten Schäden etwas in die Länge gezogen hatte. Damit ist es jedoch noch nicht getan. Voraussichtlich im übernächsten Jahr stehen auf dem Abschnitt noch viel umfassendere Arbeiten an.

Was und warum

Darum geht es: Auf der B 210 steht in voraussichtlich zwei Jahren eine große Sanierung an, die Folgen für viele Verkehrsteilnehmer haben wird.

Vor allem interessant für: Autofahrer im Landkreis Aurich

Deshalb berichten wir: Wir haben uns gefragt, was in nächster Zeit auf die Verkehrsteilnehmer in Hinte und in der Krummhörn zukommt und bei den zuständigen Behörden nachgefragt.

Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de

Frank Buchholz, Leiter des Geschäftsbereichs Aurich der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, kündigt auf Nachfrage eine „grundhafte Sanierung“ an, die also besonders Tief in den Untergrund geht. Diese Einzelmaßnahme sei so teuer, dass das Bundes-Verkehrsministerium erst eine Genehmigung erteilen muss, sagt er. Auch stehe eine „sehr lange“ Bauzeit bevor.

2019 gab es kilometerlange Rückstaus

Das tägliche Verkehrsaufkommen auf dieser Bundesstraße liegt im unteren fünfstelligen Bereich. Das bemerkte man auch im Jahr 2019, als die B 210 zwischen Emden und Georgsheil auf Teilabschnitten von bis zu 6,5 Kilometern bearbeitet wurde. Es kam dabei zu Vollsperrungen und einem Verkehrschaos in der Gemeinde Hinte. Laut dem damaligen Bürgermeister Manfred Eertmoed (SPD) gab es kilometerlange Rückstaus. Schließlich wurden Anliegerstraßen eingerichtet und Kontrollen durchgeführt, um die Lage zu entspannen.

Bis die nun geplante große Sanierung ansteht, ist aber noch Zeit. Erst einmal wird dort jetzt noch die neue Fahrbahnmarkierung aufgetragen, bevor es voraussichtlich zwischen kommendem Mittwoch und Freitag an der B 72 mit den Arbeiten weitergeht. Dort soll zwischen Georgsheil und Norden ausgebessert werden, bei einer halbseitigen Sperrung bei Tag. Im nächsten Jahr soll dieser Abschnitt dann ebenfalls stärker in den Fokus rücken. Immerhin soll er gut in Schuss sein, wenn 2024 eine Umleitung rund um den betroffenen Abschnitt der B 210 eingerichtet wird, erklärt Buchholz.

Fast alle Kreisstraßen wurden zuletzt saniert

Was hingegen die Landesstraßen im Bereich Krummhörn und Hinte angeht, so müsse man noch schauen, wo in nächster Zeit Baustellen eingerichtet werden. Das hänge davon ab, wie viel Geld für die Straßen im Zuständigkeitsbereich der Behörde zur Verfügung stehen wird. Der Beschluss dazu stehe noch aus, sagt Buchholz. Eine Prioritätenliste gebe es, die sei aber nur bedingt aussagekräftig, da sich der Zustand einzelner Straßen aufgrund der Wettebedingungen plötzlich verschlechtern könne.

Der für Kreisstraßen zuständige Landkreis Aurich teilt unterdessen mit, dass derzeit „keine größeren Sanierungsarbeiten in Hinte und in der Krummhörn“ geplant sind, die zu größeren Beeinträchtigungen im Verkehr führen könnten. „Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Groothusen und der Brückenanrampung in Greetsiel (beides an der K 233) wurde erst kürzlich fertiggestellt. In diesem Bereich stehen lediglich noch die Markierungsarbeiten an“, so Kreissprecher Nikolai Neumayer. „Diese werden voraussichtlich witterungsbedingt erst im Frühjahr 2023 ausgeführt werden können.“ Neumayer zählt zudem die durchgeführten Arbeiten der zurückliegenden fünf Jahre auf, bei denen bereits „nahezu alle Kreisstraßen in den beiden Gemeinden bearbeitet worden“ seien.

Zu den Gemeindestraßen teilt Hintes Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos) als momentan einzige geplante Maßnahme mit: „Wir planen in naher Zukunft die Erneuerung des Fahrradweges entlang der Harsweger Ziegelei von Hinte bis nach Emden. Der genaue Starttermin, der Zeitraum der Sperrung, so wie eine Umleitungsempfehlung stehen noch nicht genau fest.“ In der Krummhörn sind unterdessen keine größeren Arbeiten an den Straßen vorgesehen, schreibt Gemeindesprecher Fritz Harders.

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