Stadt kauft Pflüger-Gelände  Norden bekommt laut Bürgermeister neuen Kinosaal und Veranstaltungshalle

Rebecca Kresse
|
Von Rebecca Kresse
| 21.11.2022 11:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Schon jetzt sind im ehemaligen Möbelhaus Pflüger die „Norder Filmstudios“ untergebracht. Jetzt gehört das gesamte Gelände der Stadt Norden. Foto: Rebecca Kresse
Schon jetzt sind im ehemaligen Möbelhaus Pflüger die „Norder Filmstudios“ untergebracht. Jetzt gehört das gesamte Gelände der Stadt Norden. Foto: Rebecca Kresse
Artikel teilen:

Die Stadt Norden hat das Pflüger-Gelände gekauft – und nicht nur das. Bürgermeister Florian Eiben hat große Pläne für das Areal. Beim Kino und einer Veranstaltungshalle solle es nicht bleiben.

Norden - Die Stadt Norden hat das Gelände des ehemaligen Möbelhauses Pflüger gekauft . Das teilte die Stadt jetzt mit. Auf dem Gelände sollen unter anderem ein Kinosaal, eine Veranstaltungshalle und Indoor-Freizeitmöglichkeiten für Familien, Kinder und Jugendliche entstehen, teilte der Norder Bürgermeister Florian Eiben mit. In der vergangenen Woche unterschrieb Eiben den Kaufvertrag zum Erwerb des ca. 6,3 Hektar großen Areals an der Gewerbestraße in Norden. Neben den ehemaligen Möbelverkaufshallen erwarb die Stadt Norden auch die circa drei Hektar unbebauten Flächen an der Norddeicher Straße Ecke Itzendorfer Straße. Zuvor hatte der Norder Rat in einer nichtöffentlichen Sitzung dem Kauf zugestimmt. „Der Kauf des gesamten Areals ist eine einmalige Chance zur Weiterentwicklung der Stadt Norden gewesen, die wir gemeinsam mit der Politik genutzt haben“ sagte Bürgermeister Eiben.

„Wir wollen an diesem Standort in einem ersten Schritt eine Veranstaltungshalle, einen Kinosaal für Wochenendkino, sowie Indoor Freizeitmöglichkeiten für Familien, Kinder und Jugendliche realisieren“ so Eiben weiter. Die Planungen sollen durch ein externes Planungsbüro im nächsten Jahr erfolgen und in 2024 baulich umgesetzt werden. Eine Veranstaltungshalle hät Eiben für Norden als Mittelzentrum für zwingend erforderlich, damit zum Beispiel Abschlussfeiern, Auftritte des Norder Stadtorchesters, Veranstaltungen von Vereinen, Ausstellungen oder andere kulturelle Veranstaltungen wieder stattfinden können, so Eiben. Auch eine gewerbliche Weiterentwicklung soll es auf dem Gelände geben. „Neben den Gewerbehallen bieten die Flächen ein großes Entwicklungspotenzial, das viele Möglichkeiten für die Zukunft bietet“ sagte Ingrid Rump, Fachdienstleitung Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing.

Auch Norder Filmstudios sollen weiterentwickelt werden

Wie berichtet ist auf dem Gelände seit Kurzem zudem das Film-Set des Kommissariats der Ostfriesenkrimis untergebracht. Die „Norder Filmstudios“ sollen laut Verwaltung in dem Areal erhalten bleiben und konzeptionell weiter ausgebaut werden. „Mit den „Norder Filmstudios“ erhalten wir, neben den Eberhofer-Krimis aus Bayern, ein Alleinstellungsmerkmal im Bereich Filmtourismus dessen Potenzial für Norden-Norddeich noch weiter ausgebaut werden kann“, ist Bürgermeister Eiben überzeugt. Zusammen mit dem Tourismus-Service in Norddeich, Klaus-Peter Wolf und Schiwago Film GmbH entwickelt die Stadt nun ein Konzept für die Filmstudios, teilte Rump mit.

Möglich wurde der Kauf des Geländes durch den im September vom Rat beschlossenen Nachtragshaushalt. Darin war die Summe für Investitionen von zunächst 11,5 Millionen Euro auf 22 Millionen Euro aufgestockt worden – ein Novum in der Norder Geschichte. Statt 1,5 Millionen Euro stand der Stadt für den Kauf von Grundstücken jetzt mehr als zehn Millionen Euro zur Verfügung. Den tatsächlichen Kaufpreis für das nun gekaufte Gelände behielt die Stadt allerdings für sich. Wie in solchen Fällen üblich, sei zwischen den Kaufparteien Stillschweigen vereinbart worden, hieß es aus der Verwaltung. Allerdings äußerte Ingrid Rump öffentlich, dass es mit der Familie Pflüger faire Verhandlungen gegeben habe, die der Stadt eine Chance zur Stadtentwicklung gebe.

Bürgermeister Florian Eiben hatte schon im September im Stadtrat von der einmaligen Chance der Weiterentwicklung durch den Kauf des Geländes gesprochen. Die Chance ein solches Gelände zu erwerben, habe eine Stadt nicht häufig. Es sei eine Chance, die die Stadt Norden nicht ungenutzt verstreichen lassen dürfe, so Eiben. Nun wird sich zeigen, wie die Stadt Norden diese Chance nutzen wird.

Ähnliche Artikel