Jugendhilfe in Emden Wie geht es weiter mit dem Emder Ferienpass?
Jahr für Jahr bekamen Kinder in Emden und der Umgebung in den Ferien tolle Alternavtivangebote zu Urlaubsreisen geboten. In der Pandemie brach das System ein – die Folgen wirken immer noch nach.
Emden - Die Zahlen sprechen für sich: Registrierten sich im Jahr 2019 noch 1043 Kinder und Jugendliche für die Ferienpass-Aktionen in Emden, Krummhörn und Hinte, brach die Zahl im Jahr darauf dramatisch ein. Ursächlich war die Corona-Pandemie, die Anfang 2020 auch in Deutschland ihren verhängnisvollen Lauf nahm. Zu den vielen Folgen zählte, dass es nur noch 305 Anmeldungen gab. An den Ferienpass-Angeboten lag es nicht. Zwar gingen auch sie deutlich zurück. Aber statt 212 Möglichkeiten konnten die Familien immer noch aus 142 Veranstaltungen wählen. Es wollte eben nur kaum jemand. Man hatte Anderes im Sinn.
Was und warum
Darum geht es: den Ferienpass in Emden, Hinte und Krummhörn
Vor allem interessant für: Kinder, Jugendliche und deren Eltern, die in den Schulferien nach tollen und günstigen Beschäftigungsmöglichkeiten in ihrer Nähe suchen
Deshalb berichten wir: Im Jugendhilfeausschuss des Emder Rates wurde über die Ferienpass-Akion berichtet. Den Autor erreichen Sie unter: g.paeschel@zgo.de
An den Auswirkungen dieses Einschnitts hatten die Verantwortlichen lange Zeit zu knabbern, sagt Christel May. Erst „in diesem Jahr schließen wir endlich wieder auf zu 2019“, berichtete sie im Jugendhilfeausschuss des Emder Rates. Dort gab die Mitarbeiterin der Stadt am Dienstag einen Überblick zur Situation des populären Programms und warb für die Neuauflage im nächsten Jahr.
Netzwerk leidet unter Kontaktbeschränkungen
Zwei Jahre lang machte sich die Corona-Delle für die Beteiligten spürbar bemerkbar. Die Teilnehmerzahlen erholten sich nur langsam, die Verbindungen in viele Vereine und Einrichtungen oder zu Initiativen waren nicht einfach zu halten. Ohne diesen Austausch wiederum leidet das Programm an Vielfalt und Unterstützung. Es braucht die vielen Partnerschaften. Umso erleichterter zeigt sich Christel May, dass in diesem Jahr erstmals wieder eine „Dankeschön-Fahrt“ für das Veranstalter-Team möglich gewesen ist. Mitte September sei es gemeinsam nach Münster gegangen, sagte sie.
Nachdem die Teilnehmerzahlen im vergangenen Jahr nur moderat aus dem Tal des Vorjahres geklettert waren, verbuchte die Ferienpass-Aktion in diesem Jahr wieder annähernd früheres Normalniveau. Für die insgeamt 202 Veranstaltungen im Stadtgebiet sowie den beiden Gemeinden Krummhörn und Hinte meldeten sich 1015 Kinder und Jugendliche an.
Der Verkaufsstart für den Ferienpass im nächsten Jahr ist am 15. Mai 2023. Bereits zuvor endet die Meldezeit für Veranstalter. Tages- oder Kurzfahrten müssen bis zum 14. März angegeben werden, alle weiteren Aktionen und Angebote bis zum 21. März. Die Schulsommerferien sind im nächsten Jahr vom 6. Juli bis 16. August.