Westrhauderfehn in der Winterpause Zwischenfazit – TuRa-Coach Colak über die Neuzugänge
Bei TuRa 07 Westrhauderfehn fand im Sommer ein großer Umbruch statt. Nach dem Abstieg aus der Landesliga verließen zehn Spieler den Verein. So beurteilt Trainer Erhan Colak die Neuzugänge.
Westrhauderfehn - Nachdem die Hinrunde nun beendet ist, zieht der TuRa-Coach ein Zwischenfazit. Gut eingeschlagen sind Arlind Jonjic und Julian Jauken. „Beide waren in der Landesliga Stammspieler und bringen neben ihrer Qualität auch Erfahrung mit. Arlind Jonjic hätte zwar ein paar Tore mehr erzielen können, er ist aber auch ein echtes Mentalitätsmonster. Er ist mit Leib und Seele auf dem Platz, zieht die Jungs mit und ist sich auch für die Drecksarbeit nicht zu schade“, sagt Erhan Colak.
Julian Jauken hat sich durch sein Tempo, seine Dynamik und seine Zweikampfstärke zum Mittelfeldmotor der TuRaner entwickelt. „Julian geht viele Wege und ist sehr wichtig. Vom Typ her ist er ein ruhiger Geselle. Auf dem Platz würde ich mir aber wünschen, dass er noch etwas lauter agiert“, so Colak. Mit Mirkan Kurt wechselte ein weiterer Spieler aus Leer nach Westrhauderfehn. Colak kann den fleißigen Offensivmann vielseitig einsetzen und bot diesen zuletzt im Sturm auf. Dort gelangen Kurt dann auch zwei Tore und zwei Vorlagen. „Mirkan hat immer ein Auge für den Mitspieler und ist mittlerweile gut angekommen“, so der TuRa-Coach. Ähnlich ist es bei Jonte Marks, der auch aus Leer zu den TuRanern wechselte.
Zolli ein Unterschiedsspieler
Einen echten Unterschiedsspieler konnte Westrhauderfehn mit Zolfaqhar Nazari verpflichten. „Zolli ist ein begnadeter Fußballer. Er hat eine tolle Technik und viel Tempo, es macht einfach Spaß, ihn spielen zu sehen, auch wenn er den Ball ab und zu noch zu lange hält. Wenn Zolli fit ist, ist er für uns Gold wert. Leider hat er ein paar Wochen verletzt gefehlt, dass haben wir direkt gemerkt“, sagt Colak.
Zwischen Genie und Wahnsinn sieht der TuRa-Trainer Diamant „Mondi“ Dreshaj. „So eine Technik wie er hat bei uns sonst keiner. Manchmal macht er Sachen, da denkst du nur ‚Wow‘. Ab und zu trifft er aber auch noch die falschen Entscheidungen, das ist aber auch seinem Alter geschuldet. Wenn er seine Qualität noch effektiver einsetzen kann, wird er eine echte Granate“, so Colak.
Eigener Nachwuchs gut eingeschlagen
Ein weiterer Youngster im Kader ist Nico Bohlen. Der Zugang aus der U19 von Kickers Emden hatte Pech, dass er sich in der Vorbereitung das Handgelenk brach. „Nico hat sich aber wieder heran gearbeitet und mittlerweile einen Stammplatz. Er ist sehr gut ausgebildet und als junger Spieler in seinem ersten Herrenjahr schon sehr souverän. Er hat einen tollen Charakter und ist dadurch auch in der Mannschaft sehr gut angekommen“, lobt Colak.
Und auch die Zugänge aus den eigenen Reihen sind gut eingeschlagen, allen voran Marne Stührenberg. Nach seinem Wechsel aus der U23 stand Stührenberg als einziger Spieler in allen 18 Partien auf dem Platz. „Marne hat letzte Saison schon bei uns ausgeholfen, da haben wir seine Qualität schon erkannt. Durch seine aggressive Spielweise sorgt er für viele wichtige Ballgewinne. Im Spiel mit dem Ball kann Marne aber noch besser werden, das wird er aber auch“.
Top-Einstellung
Ebenfalls aus der U23 kam Torwart Nils Marks, der den zwischenzeitlich verletzten Hendrik Gossmann gut ersetzte, auch wenn ihm hin und wieder die noch fehlende Erfahrung anzumerken war. „Nils hat sich gut entwickelt und hat eine Top-Einstellung, auch wenn er nicht die Einsatzzeit wie gewünscht hatte. Seine Stärken hat er im Eins-gegen-Eins, und in Larrelt hat er auch einen Elfmeter gehalten. Dass er etwas Erfahrung sammeln konnte, wird ihm gut tun“, sagt Erhan Colak.
Mit Jonas Meyer und Maik Laaken wurden auch zwei Spieler aus der eigenen U19 eingebaut. Dem vielseitig einsetzbaren Linksfuß Meyer bescheinigt Colak eine große Zukunft. „Er ist für sein Alter schon sehr weit, wir wollen ihm sein letztes Jahr in der A-Jugend aber nicht nehmen. Daher wird er auch zwischen beiden Mannschaften springen“.
Laaken konnte durch sein Zweitspielrecht beim TSV Ostrhauderfehn schon etwas Erfahrung im Herrenbereich sammeln. „Er ist ein Zweikampfmonster. Etwas Erfahrung fehlt zwar noch, Maik hat sich aber gut weiterentwickelt. Da wir auf seiner Position hinten rechts gut besetzt sind, kam er leider noch nicht so zum Zuge“, so Colak. Seine Erfahrung weiter geben konnte dagegen der reaktivierte Marcel Degner. „Das hilft den jungen Spielern ungemein. Marcel bringt die nötige Ruhe mit, kann ein Spiel lesen und ist auch unter Druck technisch sehr stark“.
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