Kultur in Emden  Lob für neue Landesmuseums-Chefin

Gordon Päschel
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Von Gordon Päschel
| 07.12.2022 15:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Bild zeigt die neue Direktorin des Landesmuseums, Jasmin Alley, im März dieses Jahres auf dem Turm des Rathauses mit Blick über Emden. Foto: Tomé/Archiv
Das Bild zeigt die neue Direktorin des Landesmuseums, Jasmin Alley, im März dieses Jahres auf dem Turm des Rathauses mit Blick über Emden. Foto: Tomé/Archiv
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Es war ein gelungener Abend für Jasmin Alley. Die Direktorin des Ostfriesischen Landesmuseums Emden gab im Ratsausschuss einen Überblick zur Ausrichtung ihres Hauses. Und bekam großen Zuspruch.

Emden - Seit gut einem Jahr steht das Ostfriesische Landesmuseum Emden unter neuer Führung. Am 1. Dezember 2021 übernahm Jasmin Alley die Verantwortung für das Haus. Der Wechsel an der Spitze war seinerzeit mehr als eine reine Personalentscheidung – denn das Museum steckt im Umbruch. Die neue Direktorin soll der für viele angestaubt wirkende Einrichtung zu frischem Glanz verhelfen.

Am Dienstagabend betrat Jasmin Alley im öffentlich tagendenden Kulturausschuss des Emder Rates die politische Bühne, um eine Art Zwischenbilanz zu geben. Der Anlass war der turnusmäßige Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr. Vor den Ausschussmitgliedern der verschiedenen Gruppen und Fraktionen legte sie einen Teil der Etatplanungen offen und gab einen Überblick zur thematischen Neuausrichtung. Als wichtigstes Ziel definiert die Museumsdirektorin: „Es geht vor allem darum, das Haus anschlussfähiger zu machen.“

Das Jahresprogramm 2023

Die Brücke zu Besuchern und möglichst vielen Menschen in der Stadt sollen im Jahr 2023 unter anderem drei Sonderausstellungen beziehungsweise Präsentationsschwerpunkte bilden. Los geht es noch in diesem Jahr (21. Dezember) mit dem Theaterstück und Stoff Melanie Schulte – „Schiff, Unglück, Mythos“ so die Formel. Ab dem Frühjahr ist eine Ausstellung zu jüdischem Kulturgut geplant, ab dem Herbst rückt dann das Thema Armenwesen in den Mittelpunkt.

Im Hintergrund wollen Jasmin Alley und die Museumsmannschaft die Ausarbeitung einer neuen Museums-App sowie den Umbau des Chinesentempels voranbringen. Der denkmalgeschützte und stadtbildprägende Klinkerbau in der Innenstadt soll saniert und für die museale Arbeit genutzt werden. Man wolle ein „partizipatives Museumskonzept“ entwickeln, sagte Alley. Dafür sollen Drittmittel eingeworben werden.

Die finanzielle Situation

Ihre Kurzfassung zum Budget 2023 lautet: Neben Fixkosten von gut drei Millionen Euro bleiben dem Landesmuseum im kommenden Jahr exakt 348.000 Euro (also rund zehn Prozent) für den laufenden Betrieb, sprich Marketingmaßnahmen, Forstbildungen, Digitalisierungsarbeiten und Ähnliches. Gedeckt sind diese Aufwendungen zu etwa acht Prozent durch Drittmittel, Eintrittserlöse, Vermietungen oder vergleichbare Entgelte. Der Rest muss zugeschossen werden, zum überwiegenden Teil über den Haushalt der Stadt Emden.

Was die Ratsmitglieder zu hören bekamen, gefiel den meisten offenbar. „Mit Dir ist pulsierendes Leben in die Stadt gekommen“, lobte etwa Sabine Noetzel von der SPD-Fraktion. Ähnlich positiv äußerten sich auch Mitglieder anderer Fraktionen.

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