Bremer Straße in Leer Wird Linksabbiegen am Leeraner Bahnübergang verboten?
Wenn der Bahnübergang Bremer Straße geschlossen ist, kommt es zu Staus. Ein Gerücht besagt, dass die Stadt mit einem Verbot eingreifen will. Doch stimmt das überhaupt?
Leer - Es ist ein Bild, das täglich mehrfach entsteht. In der Großen Roßbergstraße staut sich der Verkehr. Grund dafür ist der Bahnübergang an der Bremer Straße. Autofahrer, die aus der Großen Roßbergstraße nach links über den Bahnübergang fahren wollen, verursachen den Rückstau.
Oft stehen mehrere Fahrzeuge, die aus der Straße abbiegen wollen, direkt vor der Schranke. Doch sobald da kein Platz mehr ist, staut es sich in der Großen Roßbergstraße zurück, solange der Bahnübergang geschlossen ist. Und das kann lange dauern. Bis zu 20 Minuten pro Stunde ist der Bahnübergang geschlossen.
Gerücht über Eingriff der Stadt
Nun kam ein Gerücht auf. Die Stadt wolle das Linksabbiegen verbieten. Es solle nur noch Rechtsabbiegen erlaubt sein. Die Idee: Die Autofahrer würden sich so verteilen und die, die stadtauswärts fahren wollen, könnten den Kreisverkehr zum wenden nutzen. Doch auch hier staut es sich, wenn die Schranken geschlossen sind. Denn der Verkehr, der aus Richtung Innenstadt in der Bremer Straße aufläuft, wartet ja auch auf die Öffnung der Schranken. Das Problem würde also nur verlagert.
Mit dem Gerücht räumt die Stadt nun auf: „Es ist seitens der Stadt Leer nicht geplant, das Abbiegen von der Großen Roßbergstraße in die Bremer Straße zu unterbinden. Insgesamt wird erwartet, dass sich die Verkehrsbelastung am Bahnübergang Bremer Straße deutlich verringert, wenn der Stadtring wieder geöffnet wird“, so Stadtsprecher Patrick Düselder. Wann das geschieht, steht allerdings noch nicht fest.
Ärger um Bahnübergang
Der Bahnübergang Bremer Straße bereitet seit einiger Zeit Ärger. Täglich bilden sich lange Staus am Übergang. Die Bahn selbst sieht am Bahnübergang keine Probleme. Die Schließzeiten sollen die Sicherheit gewährleisten. „Aus diesem Grund sind Bahnübergänge, wie auch der Bahnübergang Bremer Straße, immer so lange geschlossen, wie es nötig ist“, sagt eine Sprecherin der Bahn.
Der Grund hierfür sei, dass Züge wegen ihrer großen Masse und der hohen Geschwindigkeiten einen sehr viel längeren Bremsweg haben als ein Auto. Es könnte also zu Unfällen kommen, wenn ein Bahnübergang zu oft geöffnet wird, da Züge schnell anfahren und nicht so schnell bremsen könnten. Bis zu 1000 Meter benötigt etwa ein 100 Stundenkilometer schneller Reisezug bis zum Anhalten. Im Gespräch verwies die Sprecherin darauf, dass man keine Möglichkeit habe, die Schließzeiten am Bahnübergang Bremer Straße zu verändern.