Verkehr in Leer Wird der Stadtring noch vor Weihnachten geöffnet?
Die Hoffnung bleibt: Vielleicht ist der Leeraner Stadtring noch in der kommenden Woche wieder geöffnet. Aber nicht für alle.
Leer - Wenn alles optimal läuft, könnte der Stadtring in Leer noch am Tag vor Weihnachten wieder geöffnet werden. Das sagte Frank Buchholz, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr vor Kurzem im Ausschuss für Energie, Klima, Umwelt und Verkehr (EKUV). Das wäre kommende Woche. Wie ist der Stand?
Möglich ist es noch. „Noch kann ich keine Meldung abgeben, ob ja oder nein. Wir versuchen noch immer alles, damit der Stadtring ab Ende nächster Woche wieder durchgängig befahrbar ist“, betont er nun. Komplett freigegeben wird er aber ohnehin nicht.
Gewichtsbeschränkung bleibt
Der Abschnitt des Stadtrings werde für Fahrzeuge mit einem tatsächlichen Gewicht von acht Tonnen gesperrt. Ausnahme seien Linienbusse, die man zulassen werde. Bei Gespannen gilt diese Grenze für das Zugfahrzeug und den Anhänger jeweils einzeln. Zur Einordnung: Ein Reisebus kommt leer auf gut 13 Tonnen.
Die Schäden in der Brücke über die Bahnanlagen seien so gravierend, dass keine andere Möglichkeit als diese drastische Gewichtsbeschränkung bliebe, so Buchholz im Ausschuss: „Zwischenzeitlich waren wir nicht einmal sicher, ob wir das Bauwerk überhaupt wieder für den Verkehr freigeben können.“ Zum Vergleich: Die Ledabrücke als Teil der B70 in Leer ist für Fahrzeuge, die schwerer als 12,5 Tonnen sind, gesperrt, die Befahrung der Südringbrücke ist nur bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 30 Tonnen erlaubt.
Umleitung wird eingeleitet
Für den Verkehr, der eigentlich über den Stadtring fließen sollte, soll eine Umleitung eingerichtet werden. Neben kleineren Arbeiten auf der Stadtringbrücke müssten nun 65 Umleitungsschilder und 15 Plantafeln aufgestellt werden. Das höre sich lapidar an, allerdings müsse jeweils die Statik überprüft und womöglich ein Fundament gelegt werden. Die Umleitung führt über die Heisfelder Straße, die Eisinghausener Straße, den Seggeweg, die Feldstraße und die Hauptstraße.
Mittelfristig muss die Stadtringbrücke neu gebaut werden, aber das werde noch zehn Jahre oder mehr dauern. Es sei davon auszugehen, dass die neue Brücke höher sein müsse, als die jetzige. Die Bahn verlange mittlerweile einen größeren Abstand zu ihren Anlagen. Das wiederum habe Auswirkungen auf die Rampen auf die Brücke.
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