Auf Wreesmann-Parkplatz In Ostrhauderfehn steigt wieder große Feuerwerks-Vorführung
Beim Kaufhaus werden am Mittwoch die neuesten Trends vorgeführt. Am Tag später beginnt dann überall der Verkauf. Doch von Umweltschützern gibt es Kritik am Böllern.
Ostrhauderfehn/Rhauderfehn - Zwei Jahre lang durften aufgrund der Corona-Pandemie keine Böller und Raketen verkauft werden. Somit fiel auch die traditionelle Feuerwerks-Vorführung auf dem Wreesmann-Parkplatz in Ostrhauderfehn aus. Doch dieses Mal finden sowohl Verkauf als auch Vorführung wieder statt. Das freut jedoch nicht jeden: Kritik am Böllern an Silvester übt unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Ostfriesland.
Geschäftsführer Ralf Wreesmann vom gleichnamigen Kaufhaus sagt: „Wir freuen uns darauf, diese Veranstaltung wieder anbieten zu können und rechnen mit vielen Besuchern.“ Beginn ist am Mittwoch, 28. Dezember, um 18 Uhr. Bei der letzten Vorführung 2019 waren nach Angaben des Veranstalters rund 1500 Menschen gekommen. „Profi-Feuerwerker präsentieren die neuesten Produkte und geben Sicherheits-Tipps“, so Wreesmann. Am darauffolgenden Tag beginnt dann um 8 Uhr der Verkauf - in bundesweit allen 78 Wreesmann-Filialen. In Ostrhauderfehn selbst wird die Ware sowohl im Modehaus als auch im Sonderpostenmarkt angeboten, erklärt Ralf Wreesmann. Die Preise seien dabei stabil im Vergleich zu 2019.
Umweltschützer üben Kritik
Auch in Rhauderfehn wird ein Feuerwerks-Verkauf angeboten. Dieser wird von dem Unternehmen Acrylinform an der Schlosserstraße im Gewerbegebiet organisiert. Geschäftsführer Ralf Schipper erklärt: „Wir haben das 2019 zum ersten Mal als zweites Standbein gemacht.“ Seit einigen Wochen können Böller und Raketen bereits vorbestellt werden. „Die Nachfrage ist groß und deutlich höher als vor drei Jahren“, betont Schipper, der vor allem mit Großhändlern aus den Niederlanden zusammenarbeitet. Die Ware selbst komme vor allem aus China und aus Deutschland.
Kritik an der Knallerei übt der BUND Ostfriesland. In einer Pressemitteilung heißt es: „Nicht nur, dass durch das Abbrennen von Feuerwerk an Silvester über 2000 Tonnen gesundheitsschädlicher Feinstaub frei gesetzt wird und zehntausende Tonnen Müll die Umwelt verdrecken; die Explosionen belasten auch schreckhafte Menschen und insbesondere Geflüchtete aus Kriegsgebieten.“ Stark betroffen seien auch Tiere, die dem Feuerwerk ausgesetzt sind. „Wer Haustiere an Silvester beobachtet, erlebt es unmittelbar: Die Böllerei ist für die Tiere eine Qual. Was jeder direkt beobachten kann, wird zusätzlich durch Forschungen belegt und begründet einmal mehr die Forderung von uns, das Böllern einzuschränken“, betont der BUND Ostfriesland.