Diebstahl bei Feuerwehr  Mutmaßlicher Feuerwehrauto-Dieb könnte Brandstifter sein

Gabriele Boschbach
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Von Gabriele Boschbach
| 28.12.2022 17:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Feuerwehr Plaggenburg hat bei dem Diebstahl im September einen Verlust erlitten. Foto: Archiv
Die Feuerwehr Plaggenburg hat bei dem Diebstahl im September einen Verlust erlitten. Foto: Archiv
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Im September soll ein 18-Jähriger zwei Fahrzeuge der Plaggenburger Feuerwehr gestohlen haben. Jetzt wird ihm noch eine weitere Tat zur Last gelegt.

Aurich/Wilhelmshaven - Am 27. September soll er in Aurich-Plaggenburg zwei Feuerwehrautos aus der Maschinenhalle geklaut haben. Jetzt wurde bekannt, dass der damals verdächtigte 18-Jährige auch einen Brand in Wilhelmshaven gelegt haben könnte. Dort ist in der Nacht zum 21. Oktober eine Bootshalle an der Wilhelmshavener Jadeallee durch ein Feuer zerstört worden. Einen möglichen Zusammenhang zwischen den beiden Taten durch einen Verursacher bestätigte ein Sprecher der Oldenburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Beim Diebstahl im September in Aurich-Plaggenburg waren ein Mannschaftstransportwagen und ein Löschfahrzeug entwendet worden. Dabei soll der Täter die Tür der Maschinenhalle aufgebrochen haben. Die beiden Fahrzeuge hat er offenbar nacheinander in den Plaggenburger Wald gefahren und dort abgestellt. Eine Passantin entdeckte sie und verständigte die Polizei. Der Mannschaftstransportwagen war durch die Fahrt beschädigt worden, offenbar war der 18-Jährige damit verunglückt. Wie und wo das passiert ist, wurde nicht bekannt.

Beschuldigter in Untersuchungshaft

„Wir haben die Akten an die Polizei in Wilhelmshaven weitergeleitet, weil der Tatverdächtige dort wohnt. Das ist für die Anklageerhebung maßgeblich“, sagte Wiebke Baden. Die Sprecherin der Auricher Polizei erklärte, nicht mehr mit der Angelegenheit betraut zu sein. Die hatte damals für erheblichen Aufruhr bei der Plaggenburger Feuerwehr gesorgt. Ortsbrandmeister Marco Mäcken und Kreis-Feuerwehrsprecher Manuel Goldenstein zeigten sich bestürzt: Eine solche Tat habe man noch nicht erlebt. Mäcken hatte im Gespräch mit der Redaktion erklärt, dass sich niemand erklären könne, welche Beweggründe der Täter gehabt habe. Der Verdächtige sei den Kameraden nicht bekannt.

Was steckte dahinter? Das könnte sich im Gerichtsverfahren aufklären. Der Sprecher der Oldenburger Staatsanwaltschaft sagte, jetzt wolle man den Tatverdacht in einem beschleunigten Ermittlungsverfahren erhärten. Das bedeute, dass die Behörden „alle möglichen und zumutbaren Maßnahmen ergriffen, um eine gerichtliche Entscheidung über die dem Beschuldigten vorgeworfenen Taten herbeizuführen“. Der sitzt aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichts Oldenburg in Untersuchungshaft.

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