Kommunen treffen sich Engere Zusammenarbeit beim Klimaschutz geplant
Die Kommunen im Landkreis Aurich wollen stärker beim Klimaschutz zusammenarbeiten. Damit hängt auch die Zukunft des Krummhörner Klimaschutzmanagers zusammen.
Krummhörn - Gut ein halbes Jahr ist es her, dass der Krummhörner Rat für ein eigenes Klimaschutzkonzepts stimmte – und damit auch die Grundlage für die Stelle eines gemeindeeigenen Klimaschutzmanagers schuf. Die Entscheidung war knapp und wurde von viel Kritik begleitet. Begründet wurde diese unter anderem mit den zu erwartenden Kosten sowie damit, dass in naher Zukunft womöglich der Landkreis Aurich für die Manager zuständig sein könnte. Wie sieht es nun damit aus?
Was und warum
Darum geht es: um die Frage, wie es mit den Klimaschutzmanagern im Landkreis Aurich weitergeht.
Vor allem interessant für: Steuerzahler in der Krummhörn; Freunde von Umweltprojekten
Deshalb berichten wir: Wir hatten uns an den Ratsentscheid zum Klimaschutzmanager von vor gut einem halben Jahr erinnert und uns gefragt, wie der aktuelle Stand ist. Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de
„Ende Januar ist ein Treffen von Landkreis, Städten und Gemeinden bezüglich der intensiveren Zusammenarbeit in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung geplant, um die Inhalte und Ausgestaltung dieser Zusammenarbeit zu erörtern“, teilt jetzt auf Nachfrage Kreis-Sprecher Rainer Müller-Gummels mit.
Geld vom Land für neue Stellen
Zwar lasse sich die Frage, wie es mit den jetzigen Managern im Landkreis weitergehe noch nicht im Detail beantworten. Das niedersächsische Klimaschutzgesetz schreibe den Landkreisen und kreisfreien Städten jedoch „die Erarbeitung und Fortschreibung von Klimaschutzkonzepten“ vor. Ebenso wie die Aufgabe, „die kreisangehörigen Gemeinden zur Inanspruchnahme von Klimaschutzfördermitteln zu beraten und bei der Beantragung zu unterstützen.“ Dafür sollen sie ab dem nächsten Jahr auch Geld „zur Schaffung entsprechender Stellen“ bekommen, so Müller-Gummels weiter.
Zumindest Krummhörns Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos) würde es begrüßen, wenn Klimaschutzmanager gemeindeübergreifend angestellt werden würden, möglicherweise durch den Landkreis koordiniert, schreibt sie nun auf Nachfrage. Dennoch sei der Antrag für ein eigenes Klimaschutzkonzept weiter in Bearbeitung. „Zur Bearbeitungsdauer [...] können wir leider keine Angaben machen.“
Im Juni jedoch schätzte sie, dass wohl frühestens im Jahr 2024 mit einer Einstellung einer Managerin oder eines Managers zu rechnen wäre. Es werde wohl schon alleine neun Monate lang dauern, bis man auf den Förderantrag eine Rückmeldung bekomme. Erst bei Bewilligung könne dann die Ausschreibung für die Managerin beziehungsweise den Manager beginnen. Zu den Kosten hieß es im Juni, das pro Jahr und Managerstelle 75.000 Euro anfallen, von denen die Kommunen in den ersten zwei Jahren 30 Prozent selbst zahlen müssen. Danach läuft ein entsprechendes Förderprogramm aus.