Bremen  Angriffe auf Rettungskräfte: Gewalt gegen Feuerwehr an Silvester in Bremen

Sebastian Hanke
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Von Sebastian Hanke
| 05.01.2023 09:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In Bremen gab es unter anderem in Kattenturm Attacken gegen die Feuerwehr. Foto: IMAGO/Marius Schwarz
In Bremen gab es unter anderem in Kattenturm Attacken gegen die Feuerwehr. Foto: IMAGO/Marius Schwarz
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Die Gewaltausbrüche gegen Einsatzkräfte in der Hauptstadt Berlin haben bundesweit für Bestürzen gesorgt. Jetzt wurde bekannt, dass es auch in Bremen Angriffe gegeben hat. Innensenator Ulrich Mäurer fordert drastische Maßnahmen.

Böllerwürfe, Randale und Gewalt: Auch die Feuerwehr in Bremen hat an Silvester Angriffe im Rahmen ihrer Einsätze erleben müssen. Das teilte die Pressestelle der Feuerwehr jetzt mit. Demnach sind die Rettungskräfte zu 86 Lösch- und Hilfeleistungseinsätzen ausgerückt. Entgegen der ersten Bilanz ist es dabei doch zu vereinzelten Angriffen auf Feuerwehrkräfte gekommen. In einem Fall sind im Ortsteil Kattenturm zwei Mitglieder einer Freiwilligen Feuerwehr von vermummten Personen mit Feuerwerkskörpern und Sperrmüllgegenständen beworfen worden. Es gab laut Mitteilung keine Verletzten.

Innensenator Ulrich Mäurer: „Dass in Bremen vermummte Chaoten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in der Silvesternacht plötzlich aus der Dunkelheit heraus attackieren und mit Gegenständen und Böllern bewerfen, ist unerträglich. Ebenso der Beschuss von Einsatzfahrzeugen mit Feuerwerkskörpern aus einem Wohngebiet heraus. Zum Glück wurde niemand der ehrenamtlichen Helfer verletzt. Ein generelles Böllerverbot würde solchen gewalttätigen Auswüchsen ganz klar ein Ende bereiten. Deswegen werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, im Bundesrecht eine Möglichkeit für die Kommunen zu schaffen, die dämliche Böllerei zu untersagen.“

Laut Mitteilung hat es nicht nur in Kattenturm, sondern auch anderorts Attacken gegeben. In Vegesack sind beispielsweise Einsatzfahrzeuge einer Freiwillige Feuerwehr bei zwei Einsätzen mit Raketen beschossen worden. Und in dem besagten Vorfall in Kattenturm sind Kräfte einer Freiwilligen Feuerwehr auf eine Straßenbarrikade - unter anderem aus Sperrmüll und Einkaufswagen - gestoßen. Als sie diese wegräumten wollten, sind sie von vermummten Personen aus der Dunkelheit mit Feuerwerkskörpern und Sperrmüllgegenständen beworfen worden. Sie stiegen daraufhin schnellstens wieder in das Einsatzfahrzeug und setzten ihre Fahrt fort.

„Einerseits bin ich ein stückweit erleichtert, dass bei uns in Bremen niemand von den Einsatzkräften verletzt wurde“, erklärt Philipp Heßemer, Leiter der Feuerwehr Bremen. „Aber andererseits macht es mich betroffen und wütend, dass unsere Feuerwehrleute auch diese Erfahrungen machen mussten.“ Heßemer weiter: „Mir ist an dieser Stelle aber auch nochmal wichtig, unseren verletzten Kameraden und Kollegen in den anderen Städten beste und schnellstmögliche Genesung zu wünschen.“

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