Außenems-Vertiefung kommt in die Gänge Fahrrinne zum Emder Hafen soll 2024 ausgebaggert werden
Seit Jahren wird um die Vertiefung der Außenems gestritten. Nun sollen die Pläne Fahrt aufnehmen.
Emden - Die seit Jahren umstrittene Vertiefung der Außenems soll in diesem Jahr in die Gänge kommen. Der überwiegende Teil der nötigen Antragsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren sei mittlerweile an die zuständige Behörde übersandt worden, teilte die Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrt in Bonn auf Anfrage mit. Noch gebe es Abstimmungsbedarf. Öffentlich ausgelegt werden sollen die Unterlagen voraussichtlich im zweiten Quartal 2023, hieß es. Für das Verfahren müssen Unterlagen auch ins Niederländische übersetzt werden.
Die Behörde hält an ihrem anvisierten Zeitplan fest. Bei einer Verfahrenslaufzeit „von im günstigen Fall“ etwa einem Jahr könne das Baurecht für die Vertiefung wie bislang geplant 2024 erteilt werden, teilte die Generaldirektion mit. Behördenpräsident Hans-Heinrich Witte hatte im August vergangenen Jahres nach einem Runden Tisch mit Vertretern von Politik, Umweltverbänden und Hafenwirtschaft die Vertiefung für das kommende Jahr in Aussicht gestellt, sofern es im Planfeststellungsverfahren keine Klagen gibt.
13 Kilometer vertiefen
In der Außenems soll nach Angaben der Generaldirektion auf einer Strecke von knapp 13 Kilometern die Fahrrinne bis zum Emder Hafen um einen Meter vertieft werden. Die Planungen für das Vorhaben laufen bereits seit Jahren. Das Land Niedersachsen will so die Erreichbarkeit des Emder Hafens und die damit verbundenden rund 10.000 Arbeitsplätze sichern.
Umweltverbände sehen die geplante Vertiefung kritisch. Die Ems leidet seit Jahrzehnten unter massiver Verschlickung und Sauerstoffmangel. Die Hauptursache liegt laut Naturschützern in den vorherigen Ausbaggerungen des Flusses. Sie fürchten durch eine weitere Vertiefung eine Verschlechterung der Situation.