Feinde fürs Leben Streit mit Schlagstock und Dartpfeilen in Wilhelmshaven
Mit Dartpfeilen und einem Schlagstock soll ein Wilhelmshavener einen alten Bekannten angegriffen haben. Das Landgericht Oldenburg beschäftigt sich mit dem Fall.
Wilhelmshaven/Oldenburg - Weil er in Wilhelmshaven auf offener Straße einen Mann mit einem Teleskop-Schlagstock traktiert und mit Dartpfeilen beworfen haben soll, muss sich jetzt ein 40-Jähriger vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Dem Wilhelmshavener wird versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Es handelt sich um eine Berufungsverhandlung, denn der Angeklagte ist bereits vom Amtsgericht Wilhelmshaven verurteilt worden. Mit der Strafe – sechs Monate Haft auf Bewährung – war er nicht einverstanden.
Das Amtsgericht hatte den 40-Jährigen im Sinne der Anklage schuldig gesprochen. Er will aber unschuldig sein. Sein Anwalt möchte in der Berufungsverhandlung einen Freispruch für seinen Mandanten erreichen.
Zeugen sind nicht gekommen
Der Angeklagte und das, 39 Jahre alte mutmaßliche Opfer kennen sich schon seit Jahren. Und ebenso lange gibt es zwischen den Männern einen heftigen Konflikt, der früher schon mit Fäusten ausgetragen worden sein soll. Die beiden sollen sich während eines gemeinsamen Gefängnisaufenthaltes kennengelernt haben. Am Tattag begegneten sich die Männer in Wilhelmshaven. Sofort kam es wieder zu einer Auseinandersetzung. Laut Anklage holte der Angeklagte seinen Schlagstock hervor und versuchte, den 39-Jährigen damit zu schlagen. Der habe den Schlägen aber ausweichen können. Deshalb habe der Angeklagte die Dartpfeile, die er dabei hatte, eingesetzt und den anderen damit beworfen.
Der Wilhelmshavener bestreitet das. Nicht er habe einen Schlagstock eingesetzt, sondern der 39-Jährige. Und mit den Dartpfeilen habe er auch nicht geworfen. Geladene Zeugen waren am ersten Verhandlungstag nicht vor Gericht erschienen. Sie sollen beim nächsten Termin von der Polizei vorgeführt werden.
Der Prozess wir am 24. Januar am Landgericht Oldenburg fortgesetzt.