Kolumne „Digital total“  Macht ein Back-up, bevor es zu spät ist

Fabian Scherschel
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Eine Kolumne von Fabian Scherschel
| 10.01.2023 09:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Fabian Scherschel
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Was tun, wenn der Computer kaputt ist oder das Handy ins Wasser fällt? Damit gespeicherte Daten nicht verloren gehen, hilft nur eines, wie unser Kolumnist weiß: Sicherheitskopien.

Da auch ich, wie viele meiner IT-Nerd-Kollegen, in den Tagen zwischen den Jahren an meine alte, kindliche Wirkungsstätte zurückgekehrt bin, um die technischen Systeme meiner Eltern zu reparieren, möchte ich an dieser Stelle noch einmal etwas loswerden, über das ich hier schon öfter geschrieben habe. Aber dieses eine Thema im Bereich der digitalen Technik kann man gar nicht oft genug ansprechen: Back-ups. Macht Back-ups, Leute!

Ich höre das jetzt seit 30 Jahren immer wieder: „Mein Gerät ist kaputt. Gestern ging es noch, heute ist es auf einmal kaputt. Was kann man da machen? Was ist mit meinen Daten?“ Geräte gehen immer plötzlich kaputt. Die Festplatte klopft vielleicht noch ein paar Wochen leise vor sich hin, bevor sie endgültig den Geist aufgibt, aber SSDs und der Speicher in Handys sind nun mal ganz plötzlich von heute auf morgen tot, wenn sie die Grenze ihrer Lese- und Schreib-Zyklen erreicht haben. Genauso wenig rechnet man mit dem plötzlichen Auftauchen des Verschlüsselungstrojaners oder mit dem Handy, das einem aus der Hand gleitet und für immer in den Tiefen des Hafenbeckens verschwindet. In solchen Fällen kann auch der IT-Experte in der Familie nichts mehr machen.

Zur Person

Fabian Scherschel, geboren in Duisburg und nun in Düsseldorf lebend, arbeitete bis 2019 als Redakteur für das Tech-Portal Heise-Online und für die Tech-Newsseite „The H“ in London. Als Freiberufler schreibt er unter anderem für das Magazin „c’t“. Mittlerweile hat der begeisterte Podcaster sein eigenes Projekt: fab.industries. Fernseh- und Radiosender schätzen ihn als Experten.

Da hilft nur eines: Wenn man vorher regelmäßig Back-ups gemacht hat. Und das heißt nicht einfach, eine zweite Version einer Datei irgendwo anders zu speichern. Richtige Backups finden automatisch und regelmäßig statt. Und sie bestehen immer aus drei Dateien: Der Datei, die gesichert werden soll, einer Kopie auf einer anderen Festplatte – am besten einer, die nicht dauerhaft am zu sichernden System hängt – und einem Back-up an einem gänzlich anderen Ort, zum Beispiel in der Cloud. Falls sich das jetzt alles viel zu kompliziert anhört: Es gibt Software und Online-Dienste, mit denen man das alles automatisieren kann, etwa von Microsoft. Natürlich muss man dafür zahlen. Aber wenn die Daten erst einmal weg sind, haben sich schon viele gewünscht, dass sie vorher gezahlt hätten.

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