Hafen Leer Darum sind Teile der Uferpromenade in Leer gesperrt
Bauzäune stehen seit einiger Zeit an einigen hölzernen Bereichen der Uferpromenade. Nun ist klar, was da gemacht werden soll.
Leer - Wer derzeit an der Leeraner Uferpromenade spazieren geht, wird sie kennen: Die Bauzäune und Absperrungen, die vor allem die hölzernen Teile unbegehbar machen.
Was und warum
Darum geht es: Bauzäune stehen an einigen Bereichen der Leeraner Uferpromenade. Was ist da los?
Vor allem interessant für: Alle, die sich fragen, wie lange die Zäune da noch stehen sollen
Deshalb berichten wir: Wir wollten wissen, was an der Promenade kaputt ist. Den Autoren erreichen Sie unter: m.kierstein@zgo.de
Auch am Garrelschen Garten sind die hölzernen Teile seit einiger Zeit nicht begehbar. „Die Stadtwerke haben den Bereich der Steganlage Ende vergangenen Jahres aus Sicherheitsgründen abgesperrt, weil er nicht mehr verkehrssicher ist“, sagt Stadtwerkesprecher Edgar Behrendt.
Prüfung der Anlage
Die Bauzäune sollen jedoch nicht auf ewig den Blick auf den Hafen versperren. Ärger macht derzeit allerdings die Spundwand, die an die Steganlage angrenzt. Man ist sich derzeit nicht sicher, in welchem Zustand diese ist.
„Damit wir uns einen Überblick darüber verschaffen können, soll ein Gutachter die Spundwand nun im Auftrag der Stadt ausgiebig untersuchen“, so Behrendt. Erst, wenn auch dieses Ergebnis vorliege und man den Zustand von Uferpromenade und Spundwand im Detail kennen könne über das weitere Vorgehen entscheiden werden.
Spundwände bereiten öfter Ärger
Dass es mit Spundwänden Ärger geben kann, kennt man bei der Stadt. Auch die Fertigstellung der neugestalteten Uferpromenade im Bereich der Tourist-Info hatte sich wegen der Spundwand verzögert. Das beauftragte Ingenieursbüro hatte die Tragfähigkeit des Hafengrunds nicht korrekt eingeschätzt. Es verschoben sich eingebrachte Spundwand-Elemente vom Land weg, als der Zwischenraum mit Sand verfüllt wurde. Deshalb kam es zu einem Baustopp, der das Projekt deutlich in die Länge zog. Die angefallenen Kosten werden teilweise von den beauftragten Büros übernommen, die die ursprüngliche Planung vorgelegt hatten.
„Die neue Spundwand wurde verlängert, die Gurtung verstärkt, die Rückverankerungslänge erhöht. Eine Verformung der Spundwand kann ausgeschlossen werden“, sagte Stadtsprecherin Mara-Jantje Fuß im Februar vergangenen Jahres. Damals bestand die Hoffnung, die Promenade noch im Mai freigeben zu können. Dieses Ziel wurde jedoch nicht erreicht. Generell ist das Areal noch nicht fertig. Auch die Promenade soll noch um den Hafenkopf herum laufen, doch da stehen andere Bauarbeiten still.
Das Sorgenkind bleibt der Hafenkopf. Dort befindet sich seit langem eine Baustelle, auf der quasi nichts passiert. Hier arbeitet die Terfehr Projektentwicklung an einer Idee. „Wohn- und Geschäftshaus am Hafenkopf in Leer“ ist der Titel. Die Realität ist eine andere: Bis auf die Suche nach explosiven Überbleibseln aus dem Zweiten Weltkrieg hat sich auf der Fläche zwischen Polizeigebäude und Hafenbecken bis heute nicht viel getan. Am Hafenkopf sollen zwei große Wohn- und Geschäftshäuser sowie eine Promenade mit gastronomischem Angebot und hoher Aufenthaltsqualität entstehen.