Gastronomie Schließt Fast-Food-Kette „Burger me“ ihre Emder Filiale?
Erst vor rund einem Jahr war die Niederlassung eröffnet worden. Derzeit ist der Laden zu. Wir haben beim Unternehmen nachgefragt.
Emden - Nachdem die Leeraner Kaffeerösterei Baum bestätigt hatte, dass sie ihre Filiale nicht mehr öffnen werde, hatte es sich schon fast angedeutet, dass jetzt der nächste Schlag für die Emder Innenstadt kommt. Seit dem Jahreswechsel ist nämlich die Niederlassung der Fast-Food-Kette „Burger me“ geschlossen. Ein entsprechendes Schild weist im Schaufenster daraufhin, online wird man im Bestellvorgang ebenfalls direkt damit konfrontiert. Wer darauf hofft, dass die Schließung nur vorübergehend ist, kann jetzt aber aufatmen.
Was und warum
Darum geht es: die Entwicklung des Einzelhandels in Emden
Vor allem interessant für: Personen, die in Emden einkaufen und essen gehen
Deshalb berichten wir: Uns war aufgefallen, dass man bei „Burger me“ nicht mehr bestellen konnte. An der Tür sahen wir dann das Hinweisschild und haben nachgefragt. Die Autorin erreichen Sie unter: m.hanssen@zgo.de
Auf Nachfrage bei der Pressestelle des Unternehmens antwortet „Burger me“-Geschäftsführer Jens Hochhaus: „Der burgerme-Store in Emden ist nur vorübergehend geschlossen, da Store-Chef Marco Drehmer, ebenso wie seine Ehefrau und einige seiner Mitarbeiter aktuell krankheitsbedingt ausfallen.“ Drehmer plane, das Lokal ab dem 15. Januar wieder zu eröffnen, so der Geschäftsführer. An diese Redaktion war zuvor anderslautende Information herangetragen worden. Demnach sollte die Niederlassung aus wirtschaftlichen Gründen dauerhaft schließen. Bestätigt ist, dass es an diesem Montag ein Gespräch zwischen Drehmer und dem Besitzer der Immobilie an der Neutorstraße, die Emder HCV-W Gesellschaft, gegeben hatte. Auf Nachfrage wollte ein Mitarbeiter der Gesellschaft aber keine Details nennen.
Andere Fast-Food-Kette längst noch auf sich warten
Erst im November 2021 war die „Burger me“-Filiale nach zahlreichen Verzögerungen eröffnet worden. In bester Lage an der Neutorstraße genau gegenüber dem Combi-City-Markt, der Drogerie Müller und dem Hotel „B&B“ erhofft sich das Unternehmen guten Umsatz. Dem persönlichen Eindruck nach gehören die E-Fahrräder, mit denen das bestellte Essen verteilt wird, auch schon ein wenig zum Innenstadtbild dazu.
Vor Einzug von „Burger me“ war die Immobilie ab November 2020 für ein paar Monate von einem Spielwaren-Geschäft bezogen worden, das als „Pop-up-Store“ angedacht war. Damit ist das Konzept gemeint, bei dem beispielsweise ein Online-Händler in einem bestimmten Zeitrahmen testet, ob das jeweilige Produkt auch vor Ort gut gekauft wird. In dem Fall würde dann ein langfristiger Mietvertrag geschlossen werden können. Das war allerdings im Fall von „JFC Toys“ von einem Emder Ehepaar nicht der Fall. Der Umsatz reichte nicht, man konzentrierte sich wieder voll auf das Geschäft im Internet. Vor dem Spielwarengeschäft hatte es bereits länger einen Leerstand gegeben, nachdem eine Damen-Boutique geschlossen wurde.
Eine andere Fast-Food-Kette, die längst hätte öffnen, lässt indes noch auf sich warten. Eigentlich hätte die „Domino‘s“-Filiale schon im Sommer durchstarten sollen. Wer mal bei dem angedachten Lokal an der Großen Straße vorbeigeht, könnte auch meinen, dass es jederzeit so weit sein werde. Die Möbel stehen bereit, die Schilder hängen. Hatte es zuletzt von der Pressestelle des Unternehmens geheißen, dass man im Oktober öffnen wolle, kam auf Nachfrage später nur der Hinweis, dass man vorerst keine genauen Termine mehr bekannt geben werde. Man wolle sich bei dieser Zeitung melden, wenn es tatsächlich so weit sei. Auch auf wiederholte Nachfrage wurde seitdem nichts Neues mitgeteilt.