Verkehr in Emden Nach der Uphuser Straße geht‘s ans Eingangstor von Wolthusen
Der Ausbau der Wolthuser Straße und der Uphuser Straße nähert sich dem Ende. Der Baubetrieb und die Politik der Stadt haben weitere Vorhaben für 2023 abgestimmt.
Emden - Eines der größten Straßenbauprojekte in Emden geht langsam dem Ende entgegen. Der Ausbau der Wolthuser Straße und der Uphuser Straße als wichtige Einfallstraßen der Stadt wird in dieser Woche nach der Weihnachtspause fortgesetzt. Wie die Stadt jetzt mitteilte, wird von diesem Mittwoch an auf dem Abschnitt der Uphuser Straße in Höhe des Uphuser Dorfkerns die neue Asphaltfahrbahn fertiggestellt.
Was und warum
Darum geht es:wichtige Straßenbauprojekte innerhalb Emdens
Vor allem interessant für: alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer in Emden sowie Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Straßen
Deshalb berichten wir: Der 2015 begonnene Ausbau der Wolthuser Straße und der Uphuser Straße in Emden geht weiter. Es ist eine wichtige Einfallstraße der Stadt. Die Sanierung ist eines der größten Straßenbauprojekte in Emden der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart. Den Autor erreichen Sie unter: h.mueller@zgo.de
Es handelt sich um den sechsten von insgesamt acht Bauabschnitten, wobei die Nummerierung etwas durcheinandergeht. Diese Strecke liegt zwischen den Einmündungen der Zanderstraße und der Straße Osterhörn. Bewohner von Uphusen, des benachbarten Stadtteils Marienwehr und Autofahrer auf der Uphuser Straße müssen sich deshalb in der zweiten Wochenhälfte auf Beschränkungen des Verkehrs einstellen und Umleitungen nutzen.
Es gibt Beschränkungen für Anlieger und Autofahrer
Für die Asphaltierungsarbeiten werden die Einmündungsbereiche der Straßen Brückhörn und Osterhörn von diesem Mittwoch, 7 Uhr, für den Autoverkehr komplett gesperrt. Laut Stadt sollen diese Sperrungen am Freitag gegen 14 Uhr wieder aufgehoben werden. Den Bewohnern des alten Uphuser Dorfkerns wird empfohlen, die Umleitung über den Uphuser Hammrichweg im Uphuser Hammrich zu nutzen.
Gesperrt wird im gleichen Zeitraum auch die Einmündung der Schleienstraße, die Uphusen mit Marienwehr verbindet und an der nördlichen Seite der Uphuser Straße liegt. Eine Umleitung von und nach Marienwehr wird über die Straße Am Uphuser Grashaus an der östlichen Emder Stadtgrenze eingerichtet und ausgeschildert.
Abschnitt soll im Februar fertig sein
Die Stadt bittet Anwohnerinnen und Anwohner, die im gesperrten Abschnitt der Uphuser Straße wohnen, ihre Autos außerhalb des Baustellenbereichs zu parken. Für Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei bestehe jederzeit die Möglichkeit, die Baustelle zu passieren, so die Pressestelle der Stadt.
Ganz fertig ist dieser Bauabschnitt der Uphuser Straße noch nicht, wenn die Asphaltschicht aufgetragen ist. Wie die Stadt auf Nachfrage dieser Zeitung mitteilte, müssen noch restliche Pflasterarbeiten erledigt und die Straßenbeleuchtung installiert werden. Als letztes stehen Fahrbahnmarkierungen an.
Es geht „zurück auf Anfang“
Die Stadt sowie ihr Bau- und Entsorgungsbetrieb rechnen nach eigenen Angaben damit, dass dieser Abschnitt der Uphuser Straße Mitte Februar fertig wird. Die Gesamtkosten für diesen Bereich belaufen sich auf mehr als eine Million Euro.
Nach der Fertigstellung des Abschnitts heißt es quasi „zurück auf Anfang“. Denn dann soll es praktisch am anderen Ende der Einfallstraße weitergehen und zwar am Lindenhof und der Brücke über den Stadtgraben, die quasi das Eingangstor nach Wolthusen bildet. Die Pläne sind zwar fertig, den Zeitpunkt, wann es dort losgehen soll, nannte die Stadt bislang aber nicht. Es werde aber bald Informationsveranstaltungen für Anliegerinnen und Anlieger geben, heißt es.
Zuletzt geht‘s bis zur Luftbrücke
Die Situation dürfte kompliziert werden, denn in diesem Bereich greifen viele Verkehre ineinander. Zugleich ist dieses Nadelöhr die einzige Verbindung zwischen den östlichen Stadtteilen und dem Zentrum, es sei denn, man nutzt den Autobahnbahnring oder Wirtschaftswege.
Als letztes Teilstück des Gesamtprojektes folgt das östliche Ende der Uphuser Straße zwischen der Straße Osterhörn und der Hochbrücke über den Ems-Jade-Kanal. Dieser Abschnitt könnte vergleichsweise zügig erledigt werden, weil dort ebenso wie auf der Strecke zwischen Zanderstraße und Osterhörn keine Kanalbauarbeiten notwendig sind.
Gesamtkosten stehen noch nicht fest
Der Ausbau der Wolthuser Straße und der Uphuser Straße auf der gut vier Kilometer langen Gesamtstrecke zwischen der Brücke beim Lindenhof und der Hochbrücke über den Ems-Jade-Kanal geht jetzt in das achte Jahr. Im Laufe der Zeit hat dieses Projekt Anlieger und Verkehrsteilnehmer immer wieder vor Geduldsproben gestellt.
Die Gesamtkosten des Projekts waren ursprünglich mit etwa neun Millionen Euro beziffert worden. Mehr als die Hälfte dieser Summe sollten demnach als Zuschüsse vom Land fließen. Auf welche Summe sich die Gesamtkosten inzwischen belaufen, teilte die Stadt bislang nicht mit.
Hier baut die Stadt ebenfalls neu
Mittlerweile haben der BEE und die Spitzen der Fraktionen des Emder Rates auch darüber abgestimmt, welche Straßenbauprojekte in diesem Jahr aus regulären Mitteln des BEE in Angriff genommen werden. Zur Verfügung stehen eine Million Euro.
Nach Angaben der Stadt verständigten sich BEE und Politik auf drei Vorhaben. Saniert werden sollen die Eggenastraße im Abschnitt zwischen der Hermann-Allmers-Straße und der Menso-Alting-Straße, der Treckfahrtsweg im Abschnitt zwischen den Einmündungsbereichen der Straße Am Treckfahrtsweg und der Granitstraße (4. Bauabschnitt) sowie die komplette Hauptstraße in Larrelt.