Cupertino  3000 US-Dollar für neue Apple-Brille? Dieses Produkt sorgt für Spott

Patrick Kern
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Von Patrick Kern
| 11.01.2023 18:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Apple-Fans warten gespannt auf die nächste Keynote-Vorstellung, in der das US-Unternehmen das nächste große Produkt vorstellen könnte. Foto: dpa/Apple
Apple-Fans warten gespannt auf die nächste Keynote-Vorstellung, in der das US-Unternehmen das nächste große Produkt vorstellen könnte. Foto: dpa/Apple
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Apple will mit einer sogenannten Mixed-Reality-Brille den nächsten großen Wurf probieren. Die Apple Reality Pro soll Insidern zufolge bald vorgestellt werden, doch der Preis ist happig und das Aussehen gewöhnungsbedürftig.

Apple ist dafür bekannt, mit seinen Geräten neue Trends zu setzen – und diese Geräte auch teuer zu vermarkten. Mit dem ersten iPhone, das im Januar 2007 vorgestellt wurde, hat das US-amerikanische Unternehmen beispielsweise die nachfolgende Smartphone-Ära geprägt, heute kostet das iPhone 14 Pro – die neueste Version – 1299 Euro. Auch das iPad, die Apple Watch oder die AirPods sind Verkaufsschlager geworden, der Umsatz von Apple stieg 2022 auf einen Höchststand.

Nach Informationen des Bloomberg-Journalisten Mark Gurman, der tiefe Einblicke in das Unternehmen hat, will das Team um CEO Tim Cook den nächsten Schritt gehen – mit dem Apple Reality Pro. Es handelt sich hierbei um ein Mixed-Reality-Headset, also ein Gerät, das virtuelle Realität (VR) und erweiterte Realität (AR) miteinander verknüpft. Bei AR wird die echte Welt durch digitale Inhalte ergänzt, bei VR entstehen die Inhalte, die man vor dem eigenen Auge sieht, vollständig digital.

Die Reality Pro sei schon seit sieben Jahren in der Entwicklung und Termine zur offiziellen Vorstellung wurden immer wieder verschoben. Dieses Jahr soll es aber tatsächlich soweit sein, Gurman rechnet mit einer offiziellen Ankündigung im März oder April auf dem nächsten Apple Keynote-Event. Kunden sollen dann im Herbst erstmals das Produkt kaufen können. Der Apple-Insider Ming-Chi Kuo kommt zu einem ähnlichen Schluss.

Noch ist wenig darüber bekannt, welche Funktionen die Reality Pro mit sich bringt. Den Insidern zufolge soll sie unter einem neuen Betriebssystem laufen, das sich xrOS nennt. Darunter sollen auch Anwendungen, die man von iPhone, iPad und Co. kennt, übertragen werden können.

Die Mixed-Reality-Brille soll Gurman zufolge um die 2000 bis 3000 US-Dollar kosten. Zum Vergleich: Der Konkurrent Meta bietet seine VR-Brille Meta Quest Pro für rund 1500 US-Dollar an. Allerdings sei die erste Version der Apple-Brille vorrangig für professionelle Zwecke und Entwickler gedacht. Ein Headset, das an die breite Masse gerichtet ist, soll zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen.

Auf Twitter sorgen die neuesten Informationen zur Reality Pro für viel Spott. Zum einen ist der hohe Preis bei diesem Entwicklungsstand ein Punkt, der bei den Nutzern aufstößt: „2000 US-Dollar, um ein Beta-Tester zu sein“, bemängelt einer. „Ich kann es kaum erwarten, mir das nicht zu kaufen“, kommentiert ein anderer.

Zum anderen trägt auch das voraussichtliche Aussehen der Brille zur Belustigung bei: „Sieht schrecklich aus“, „Sieht aus wie etwas, das ich zum Fahren meines E-Scooters nutzen kann“ und „Geile Taucherbrille. Bahnbrechend. Sogar ohne Schnorchel“ sind zu der Apple-Neuheit zu lesen.

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