Hamburg  Leichter abnehmen: Zu welcher Tageszeit man viel und wann wenig essen sollte

Patrick Kern
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Von Patrick Kern
| 13.01.2023 18:20 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Wer zur richtigen Uhrzeit isst, lebt laut mehreren Studien gesünder. Foto: imago images/Image Source
Wer zur richtigen Uhrzeit isst, lebt laut mehreren Studien gesünder. Foto: imago images/Image Source
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Es kommt nicht nur darauf an, was man isst, sondern auch, wann man isst. Wie Studien belegen, kann sich der Zeitpunkt der Mahlzeit auf das Gewicht und auf andere Körperwerte auswirken. Wann es sich am gesündesten isst.

Wer kennt es nicht: Morgens wird das Frühstück ausgelassen, weil man spät dran ist oder generell nicht so viel Hunger hat. Und auch in der Mittagspause reicht es nur für einen kleinen Snack für zwischendurch. Dafür nimmt man dann am Abend eine große Mahlzeit zu sich. Doch wer sich diesen Essensrhythmus langfristig aneignet, hat es schwerer mit dem Abnehmen und könnte auch das Diabetes-Risiko bei sich steigern.

Wie eine in „Obesity Reviews“ veröffentlichte Studie kürzlich ergeben hat, haben Diät-Probanden, die morgens die meisten Kalorien zu sich genommen haben, mehr Gewicht verloren, als Probanden, die abends kalorienreich gegessen haben. Auch hatten sich die Blutzucker- und Cholesterinwerte, die im Zusammenhang eines möglichen Diabetes-Risikos wichtig sind, verbessert. Eine weitere Studie unterstützt die Erkenntnisse und verbindet spätes Essen mit einem größeren Hungergefühl und dem Risiko zur Fettleibigkeit.

Eine dritte Studie der Johns-Hopkins-University stellt fest, dass die Probanden, die um 22 Uhr gegessen haben, weniger Fett verbrannt und einen höheren Blutzuckerspiegel vorgewiesen haben, als Probanden, die um 18 Uhr gegessen haben. Bei allen Testteilnehmern war ein Schlafzeitraum von 23 Uhr bis 7 Uhr vorgesehen. Sollte man sich also doch für das große Abendessen mit der Familie entscheiden, so sollte das nicht kurz vor dem Schlafengehen stattfinden.

Dass der Körper morgens mit dem Essen besser umgehen kann, liegt am Biorhythmus: „Alles ist zeitabhängig: Die zirkadiane Uhr bestimmt sowohl Stoffwechselvorgänge als auch unser Verhalten“, erklärt Dr. Olga Ramich vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke dem Portal Forschung und Lehre.

Unter der zirkadianen Rhythmik versteht man Funktionen und Zustände des Körpers, die sich an einen 24-Stunden-Rhythmus angepasst haben und sich je nach Uhrzeit verändern – besser bekannt als „innere Uhr“. In einer ihrer Untersuchungen hat Ramich festgestellt: Morgens ist der Körper besser in der Lage, Kohlenhydrate zu verstoffwechseln, als abends.

Am besten ist es also, wenn man morgens mit einem großen Frühstück beginnt, sein Mittagessen moderat hält und am Abend nur noch eine Kleinigkeit isst. Dabei bleibt es natürlich weiterhin wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Doch wer die richtige Uhrzeit zum Essen wählt, hat seinen Blutzucker- und Cholesterinspiegel besser unter Kontrolle und ist weniger anfällig für Erkrankungen wie Diabetes, Schlaganfälle oder Herzinfarkte.

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