Nun doch endgültig dicht?  Die Gerüchte um die Emder „Burgerme“-Filiale erhärten sich

| | 16.01.2023 14:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Schild mit der Aufschrift „Montag bis Sonntag geschlossen“ hängt seit dem Jahreswechsel in der Tür des Emder „Burgerme“-Restaurants. Foto: Hanssen/Archiv
Das Schild mit der Aufschrift „Montag bis Sonntag geschlossen“ hängt seit dem Jahreswechsel in der Tür des Emder „Burgerme“-Restaurants. Foto: Hanssen/Archiv
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Der Geschäftsführer der Fastfood-Kette hatte zuletzt nur von einer vorübergehenden Schließung aufgrund vieler Krankheitsfälle gesprochen. Aus Mitarbeiterkreisen aber hört man ganz anderes.

Emden - Das Gerücht, dass die Emder „Burgerme“-Filiale endgültig schließen könnte, scheint sich zu erhärten. Diese Redaktion hat aus Mitarbeiterkreisen erfahren, dass Kündigungen ausgesprochen wurden und das Gehalt für den vergangenen Monat noch nicht gezahlt wurde. Anfangs sei man noch vertröstet worden, dass man erst nur ein paar Tage schließen müsse, dann eine Woche. Zuletzt hieß es gegenüber dem Team dann offenbar, dass die Emder Niederlassung insolvent sei. Es habe von Anfang an Probleme gegeben, genug Personal zu finden und die Einnahmen hätten nicht ausgereicht, hieß es. Beim zuständigen Gericht in Aurich wurde bisher aber noch kein Insolvenzantrag eingereicht. Das kann im Internet auf insolvenzbekanntmachungen.de nachgeschaut werden.

Denkbar wäre, dass ein neuer Franchise-Nehmer, also Betreiber, für die Filiale gesucht wird. Zumindest kann auf der Website des Unternehmens nachgelesen werden, dass sich für Emden ein „Schnellstarter“ bewerben kann. „Das Objekt kann sofort übergeben werden. Der Store ist bereits umgebaut, eingeführt und direkt startbereit“, heißt es dort. Ob diese Anzeige allerdings aktuell geschaltet wurde oder schon alt ist, kann der Seite nicht entnommen werden.

Unternehmen spricht von Krankheitsfällen

Nach Informationen dieser Zeitung hatte es am vergangenen Montag bereits ein Gespräch zwischen dem aktuellen Franchise-Nehmer Marco Drehmer und dem Besitzer der Immobilie an der Neutorstraße, die Emder HCV-W Gesellschaft, gegeben. Auf Nachfrage wollte ein Mitarbeiter der Gesellschaft aber keine Details nennen.

Auf Nachfrage bei der Pressestelle der Fastfood-Kette mit Hauptsitz in München antwortete „Burger me“-Geschäftsführer Jens Hochhaus am vergangenen Montag: „Der burgerme-Store in Emden ist nur vorübergehend geschlossen, da Store-Chef Marco Drehmer, ebenso wie seine Ehefrau und einige seiner Mitarbeiter aktuell krankheitsbedingt ausfallen.“ Drehmer plane, das Lokal ab dem 15. Januar wieder zu eröffnen, so der Geschäftsführer. Aktuell ist aber auf der Bestellseite des Emder Ladens abermals angegeben, dass bis einschließlich dem 22. Januar aufgrund einer Schließung nicht bestellt werden kann. Die Antworten auf eine erneute Anfrage an die Pressestelle zu den sich erhärtenden Insolvenz-Gerüchten stehen noch aus. Auf wiederholte Nachfrage dieser Zeitung bei Drehmer selbst verweist dieser stets auf die Pressestelle. Auskünfte dürfe und wolle er nicht tätigen.

„Burgerme“ wurde 2010 in München gegründet und hat nach eigenen Angaben mittlerweile mehr als 155 Niederlassungen in Deutschland und den Niederlanden. In Emden befindet sich die erste ostfriesische Filiale. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Burger-Bestellungen mit dem E-Bike schnell nach Hause zu liefern.

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