Hamburg  Längeres Leben für Ex-Raucher: Diese vier Maßnahmen können helfen

Patrick Kern
|
Von Patrick Kern
| 17.01.2023 21:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Für ein langes Leben kann das Rauchen aufhören ein erster Schritt sein. Aber auch andere Maßnahmen können Wirkung zeigen. Foto: imago images/Götz Schleser
Für ein langes Leben kann das Rauchen aufhören ein erster Schritt sein. Aber auch andere Maßnahmen können Wirkung zeigen. Foto: imago images/Götz Schleser
Artikel teilen:

Wer mit dem Rauchen aufhört, tut schonmal etwas Gutes für seine Gesundheit. Doch wer sich danach auch noch eine bestimmte Lebensweise aneignet, könnte seine Lebensdauer erhöhen, wie eine aktuelle Datenauswertung zeigt.

Auch wenn es für den Körper grundsätzlich besser ist, wenn man die Finger von der Zigarette lässt, bleibt für den Ex-Raucher weiterhin ein Restrisiko für verschiedene Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen. Bei Menschen, die dem Glimmstängel abgeschworen haben, könnte sich eine gesunde Lebensweise allerdings positiv auf die Lebensdauer auswirken.

Bei einer Studie des US-National Cancer Institute (NCI) mit rund 160.000 beobachteten Ex-Rauchern ist herausgekommen, dass das Sterberisiko um 27 Prozent niedriger war, wenn die Probanden ihr Normalgewicht einhalten konnten, sich gesund ernährt haben, körperlich aktiv waren und auf übermäßigen Alkoholkonsum verzichtet haben, im Vergleich zu Probanden, die hinsichtlich aller vier Aspekte ungesund lebten.

Lesen Sie auch: Leichter abnehmen – Zu welcher Tageszeit man viel und wann wenig essen sollte

Für die Studie wurden zwischen 1995 und 1996 Menschen im durchschnittlichen Alter von 62,6 Jahren zu ihrer Ernährungs- und Lebensweise befragt. Die Probanden, die Raucher waren und damit aufgehört haben, wurden daraufhin herausgefiltert. Knapp 19 Jahre später wurde ausgewertet, wer von den Umfrageteilnehmern noch lebt und wer bereits verstorben ist. Dies wurde dann mit den früheren Antworten zur Lebensweise abgeglichen.

Der Datenauswertung zufolge hat aber auch schon die gesunde Lebensweise hinsichtlich einer der vier Gesundheitsaspekte ausgereicht, um ein geringeres Sterberisiko aufzuzeigen. So wiesen Probanden mit Normalgewicht ein geringeres Sterberisiko um bis zu 14 Prozent auf. Probanden, die sich gesund ernährt haben, hatten ein vermindertes Risiko um bis zu neun Prozent. Bei regelmäßiger körperlicher Aktivität konnte fiel das Risiko bis zu 17 Prozent niedriger aus. Und wer nicht übermäßig Alkohol trank, zeigte einen positiven Risikounterschied von vier Prozent.

Allerdings hat die Studie auch ihre Grenzen, wie die Autoren zugeben. Beispielsweise wurde die gesamte Dauer der Raucherphase nicht berücksichtigt – auch wenn viele Probanden nach eigener Aussage über zehn Jahre rauchfrei waren. Zudem sind nicht die Gründe bekannt, wieso die Probanden mit dem Rauchen aufgehört haben. Bei krankheitsbedingten Gründen könnte dies Auswirkungen auf die Auswertung haben. Und auch ob sich der Lebensstil nach der Befragung signifikant verändert hat, ist unklar.

Ein endgültiger Beleg für den Zusammenhang zwischen gesundem Lebensstil und einem längeren Leben ist dies also nicht. Aber zumindest ein Anstoß dafür, sich mehr um eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung im Alltag zu bemühen.

Ähnliche Artikel