Pistorius-Nachfolge Zwei Ostfriesen aus dem Rennen ums Ministeramt
Seit Mittwoch war spekuliert worden, ob Johann Saathoff oder Siemtje Möller das Landesinnenministerium in Niedersachsen übernehmen könnten. Nun ist klar: Nur noch ein Ostfriese ist im Rennen.
Hannover/Berlin - Am Donnerstag ist Boris Pistorius (SPD) als neuer Verteidigungsminister in Berlin vereidigt worden. Die Nachfolge des bisherigen Landesinnenministers in Niedersachsen ist aber weiterhin offen. Einer der möglichen Nachfolger war der SPD-Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff aus der Krummhörn. Doch nun ist klar: Der Ostfriese wird den Ministerposten in Hannover nicht übernehmen. „Meine Planung ist nicht, Innenminister in Niedersachsen zu werden“, sagte Saathoff unserer Redaktion am Donnerstag. Derzeit ist der 55-Jährige Parlamentarischer Staatssekretär bei Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD).
Als mögliche Pistorius-Nachfolgerin wurde auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller aus Varel gehandelt. Über die gebürtige Emderin war auch bereits als neue Verteidigungsministerin spekuliert worden, ehe sich Kanzler Olaf Scholz (SPD) für Pistorius entschied. Nun ist klar, dass sie Pistorius nicht in Hannover beerben wird. Stattdessen wird der Niedersachse Möllers neuer Chef im Verteidigungsministerium in Berlin, wo die 39-Jährige auch unter der zurückgetretenen Christine Lambrecht (SPD) bereits als Parlamentarische Staatssekretärin tätig war. „Es stand früh fest, dass ich hier weiter arbeiten kann und möchte“, sagte Möller unserer Redaktion am Donnerstag. Heißt wohl: Sie stand bei Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nie auf der Liste potenzieller Pistorius-Nachfolger. Am Donnerstag berichtete auch das Politik-Journal „Rundblick Niedersachsen“, Möller sei nicht gefragt worden, ob sie Innenministerin in Hannover werden wolle. Unserer Redaktion sagte sie: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Boris Pistorius, weil ich ihn sehr schätze.“
Als Favorit für den Posten des Landesinnenministers gilt laut „Rundblick Niedersachsen“ inzwischen wohl Alexander Götz, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) und bis 2021 einige Jahre lang Abteilungsleiter im Innenministerium in Hannover. Götz’ Familie wohnt in Neuharlingersiel. Der VKU teilte am Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion mit, man werde sich nicht zu Personalspekulationen äußern.