Neue Kampagne der Stadt  Große Emder Freiwilligen-Aktion startet jetzt richtig durch

Heiko Müller
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Von Heiko Müller
| 20.01.2023 10:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Zum Auftakt von „#emdenmacht“ pflanzten Kinder aus Emder Kitas und Schulen Tausende Blumenzwiebeln im Stadtgebiet - wie hier an der Kita Schwabenstraße. Foto: Hanssen/Archiv
Zum Auftakt von „#emdenmacht“ pflanzten Kinder aus Emder Kitas und Schulen Tausende Blumenzwiebeln im Stadtgebiet - wie hier an der Kita Schwabenstraße. Foto: Hanssen/Archiv
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„#emdenmacht“ heißt das Motto einer breit angelegten Initiative, die bürgerschaftliches Engagement fördern soll. Alles soll schöner und sauberer werden.

Emden - Die Stadt möchte möglichst viele Emderinnen und Emder dazu bewegen, ihr eigenes Wohnumfeld sauber zu halten und zu verschönern. Auf Initiative von Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) hat sie dazu eine neue Offensive gestartet: „#emdenmacht“ heißt die großangelegte Freiwilligen-Aktion, die nach einem ersten Aufschlag im vergangenen Herbst in den nächsten Wochen und Monaten richtig durchstarten soll. Die Organisatoren wünschen sich, dass diese Aktion sich verstetigt.

Was und warum

Darum geht es: eine neue Aktion für eine schönere Stadt

Vor allem interessant für: alle Emderinnen und Emderin, die für das Stadtbild und die Gemeinschaft etwas tun möchten

Deshalb berichten wir: Die Stadt Emden hat jetzt Details der Freiwilligen-Aktion „#emdenmacht“ vorgestellt.

Den Autor erreichen Sie unter: h.mueller@zgo.de

Die Idee, die dahinter stecke, sei es, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen für das eigene Umfeld und die Stadt sowie mit Kreativität und Motivation aktiv zu werden, sagte Wilma Wermuth am Mittwoch bei der Vorstellung des Projekts im zuständigen Ratsausschuss. Sie leitet den städtischen Fachdienst Gemeinwesen, der die Aktion koordiniert. Beteiligt sind aber auch der Bau- und Entsorgungsbetrieb der Stadt (BEE), das Vorstandsbüro, die Freiwilligen-Agentur und weitere Stellen der Stadt.

Kampagne baut auf die „Saubere Stadt“ auf

„#emdenmacht“ baut auf der Aktion „Saubere Stadt“ auf, bei der in den Jahren von 2001 bis 2020 jeweils einige Tausend Emderinnen und Emder aus Kindergärten, Schulen, Vereinen und anderen Institutionen jeweils an einigen Tagen im Frühjahr Emdens Straßen, Plätze und Gräben von Müll und Unrat befreiten. Die neue Offensive soll sich aber nicht nur auf das Sammeln von Müll beschränken, sondern auch andere Ideen und Eigeninitiativen fördern, wie das eigene Umfeld attraktiver gestaltet werden kann.

Ein gutes Beispiel dafür haben nach Angaben der Stadt vor etwa drei Jahren einige Bewohner des Stadtteils Port Arthur/Transvaal geliefert. Sie brachten in Eigenarbeit neun verschlissene Sitzbänke auf dem Platz Unner de Boomen wieder in Schuss. „Die Bewohner achten seitdem mehr darauf, dass die Bänke in einem guten Zustand bleiben“, sagte der Transvaaler Gemeinwesenarbeiter Oliver van Grieken.

Es sollen sich auch gute Nachbarschaften entwickeln

Genau so etwas will die Stadt mit „#emdenmacht“ auch erreichen . Die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem (Wohn-)Umfeld soll gestärkt, das Bewusstsein dafür geschärft und bürgerschaftliches Engagement gefördert werden. Zudem wünschen sich die Initiatoren, dass sich dadurch gute Nachbarschaften entwickeln.

Die Kampagne startete im Oktober mit einer Mottowoche, in der Kinder und Jugendliche aus 18 Schulen und 29 Kindertagesstätten insgesamt rund 40.000 Blumenzwiebeln im Stadtgebiet pflanzten. Das war nur der Anfang: Jetzt soll „#emdenmacht“ richtig Fahrt aufnehmen.

In Schulen laufen schon Workshops

Unter dem Motto „Löppt! Mitnanner“ laufen gegenwärtig schon Workshops der Freiwilligen-Agentur der Stadt, in denen Schülerinnen und Schüler eigene Ideen entwickeln. Anfang Februar soll ein Aufruf des Oberbürgermeisters folgen. Etwa zeitgleich will die Stadt eine eigene Website freischalten, auf der jeder eigene Projektideen eintragen kann. Dort soll es auch offene Angebote geben, an denen sich einzelne Bürgerinnen oder Bürger beteiligen können. Falls es Bedarf gibt, bietet die Stadt auch Unterstützung bei der Umsetzung an.

Die Freiwilligenagentur der Stadt wird die eingehenden Vorschläge zunächst sichten, bearbeiten und auf der Website als Übersicht zusammenstellen. Zwischenzeitlich nehmen Mitarbeitende der Gemeinwesenarbeit und des BEE Kontakt zu den Ideengebern auf. Für den März ist eine Aktionswoche geplant, in der es an die Umsetzung geht. Sie beginnt am 18. März mit einer Auftaktveranstaltung und endet am 25. März mit einer Abschlussfeier im Stadtgarten.

Finanziert wird die Aktion aus verschiedenen Töpfen der Stadt. Auch Fördermittel, Spenden und Zuwendungen von Sponsoren sollen einfließen. Die Gesamtkosten hat die Stadt bislang nicht beziffert.

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