Bürgerradwege  Start für Radweg Greetsiel-Norden mit Glück in diesem Jahr

| 22.01.2023 15:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Gleich mehrere Bürgerradwege sollen in der Gemeinde Krummhörn sowie in Richtung Stadt Norden entstehen. Symbolfoto: Archiv
Gleich mehrere Bürgerradwege sollen in der Gemeinde Krummhörn sowie in Richtung Stadt Norden entstehen. Symbolfoto: Archiv
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Beim Bürgerradweg Greetsiel-Norden waren zuletzt Nachbesserungen bei der Planung nötig. Bei einem anderen geplanten Radweg läuft die Spendensammlung.

Krummhörn/Norden - In und um die Gemeinde Krummhörn und die Stadt Norden sollen gleich drei Bürgerradwege entstehen. Beim ersten davon könnten die Arbeiten in diesem Jahr beginnen. Denn beim Projekt Greetsiel-Norden, das vom Verein „Up Pad gesund mit Rad“ vorangetrieben wird, sind die Planungen bereits fortgeschritten. Aktuell läuft das Genehmigungsverfahren beim Landkreis Aurich.

Diskussionen gab es dem Vernehmen nach um die Breite der Radwege. Der Verein hatte, laut eigener Aussage in Abstimmung mit dem Land Niedersachsen, die Radwege mit einer geringeren Breite geplant als eigentlich vorgeschrieben. Hier waren Nachbesserungen nötig, die sich laut Aussage der zuständigen Straßenbaubehörde in Aurich aber in einem für ein solches Vorhaben normalen Rahmen bewegt hätten. Der Verein „Rad up Padd“ möchte zeitnah mit dem Landkreis Gespräche über den weiteren Verlauf der Umsetzung reden. Sobald der Planfeststellungsbeschluss ergeht, stehe einem Maßnahmebeginn laut Landkreis nichts mehr im Wege. „Ich gehe davon aus, dass der Bau in diesem Jahr beginnen kann“, so Yasin Kilic, Planer im Geschäftsbereich Aurich der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

50.000 Euro geschätzte Grunderwerbskosten

Die Finanzierung für die Schließung der rund 3,3 Kilometer langen Radwegelücke steht. Das Land Niedersachsen übernimmt die Baukosten zu 100 Prozent. Die Stadt Norden trägt die Ausgaben für die Planung. Beim Trägerverein verbleiben die restlichen Kosten beispielsweise für die Beschilderung. Üblicherweise kümmern sich die Trägervereine auch um den Grunderwerb. Das heißt, sie nehmen Kontakt zu betroffenen Landeigentümern auf und versuchen diese zu überzeugen, einen Streifen Land für den Radweg zu verkaufen. Im Fall des Bürgerradwegs an der Landesstraße 27 ist das allerdings nicht nötig. Dafür werden nur Flächen benötigt, die dem Ersten Entwässerungsverband Emden, dem Land Niedersachsen und dem Landkreis Aurich gehören.

Etwas mehr Überzeugungsarbeit muss der Verein Radwegelückenschluss an der L4 leisten. Zwischen Süderneuland und Grimersumer Neuland gibt es auf zehn Kilometern Länge keinen Radweg. Das Land plant derzeit auf acht Kilometern einen Radweg im Abschnitt Süderneuland bis Schoonorth. Der Bürgerverein hat sich zum Ziel gesetzt, die rund zwei Kilometer lange verbleibende Lücke mit einem Bürgerradweg zu schließen. Im Oktober vergangenen Jahres sprach der damalige Wirtschaftsminister Bernd Althusmann dem Bürgerradweg die Anerkennung aus – das Startsignal für die Gemeinde Krummhörn, um mit den weiteren Planungen beginnen zu können. „Wichtig ist, dass wir jetzt dranbleiben“, sagt Garrelt Agena, Vorsitzender des Vereins Radwegelückenschluss an der L4. „Im vergangenen Jahr haben wir viel erreicht.“

Der Verein muss nun die auf rund 50.000 Euro geschätzten Grunderwerbskosten aufbringen. Dafür wirbt er intensiv um Spenderinnen und Spender. Spätestens bis Ende 2024 will er das benötigte Geld beschafft haben. „Die zwei Jahre können wir uns geben“, so Agena gegenüber der Redaktion.

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